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Lengede/Vechelde/Wendeburg Woltwiesche kaum noch erreichbar? Pfarrer kritisiert Sperrungen
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Woltwiesche kaum noch erreichbar? Pfarrer kritisiert Sperrungen
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00:20 14.04.2019
Die Sperrung bei Klein Lafferde. Quelle: Martin Schulz (privat)
Woltwiesche

Wie genau kommt man eigentlich noch nach Woltwiesche? Das fragt unter anderem Pfarrer Martin Schulz, der in der Lengeder Ortschaft die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde betreut. Derzeit sind wegen Baumaßnahmen gleich mehrere Straßen nach Woltwiesche gesperrt, eine verständlich ausgeschilderte Umleitung gibt es nicht, wie Schulz findet. Für ihn gleicht die ganze Sache einem „Schildbürgerstreich“.

„Ist Woltwiesche nur noch per Bahn erreichbar, oder ist geplant, den isolierten Ort mit einer Luftbrücke zu versorgen?“ Ganz ernst gemeint sind Schulz’ Fragen zwar nicht, doch beschreiben sie, was man als Ortsfremder, der nach Woltwiesche möchte, denken könnte. In diese Lage versetzte sich der Pfarrer, der täglich mit seinem Pkw von Salzgitter-Lebenstedt nach Woltwiesche fährt, einmal.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“

„Am Mittwoch war die erste Strecke, die L 619, zwischen Barbecke und Woltwiesche für Fahrzeuge aller Art gesperrt“, beschreibt Schulz. Die Umleitung habe ihn dann weiter Richtung Westen nach Lengede geführt, doch dort sei die nach Woltwiesche führende Fuhsestraße gesperrt gewesen. „Eine weitere Umleitung führte in Richtung Klein Lafferde, verlor sich dann aber im Nichts“, so Schulz.

Auch die L 619 von Klein Lafferde nach Woltwiesche sei gesperrt gewesen. „Im Bogen über die B 1, Groß Lafferde und Steinbrück gelangte ich nach Söhlde, aber auch von dort war laut eines Hinweisschilds die L 475 nach Woltwiesche für Fahrzeuge aller Art gesperrt“, schilder der Pfarrer seine „Rundreise“ weiter. „Umleitungen dieser Art habe in all meinen Jahren als Autofahrer noch nicht erlebt“, sagt er verwundert und verärgert zugleich.

Durchgangsverkehr soll um Ort geführt werden

Die derzeitigen Sperrungen sind wegen der Fahrbahndecken-Sanierung der L 619 aufgestellt. „Da gab es anfangs einige Irritationen“, räumt Bernd Mühlnickel, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ein. Allerdings hätten sich die Anwohner mit der Situation arrangiert, zumal Woltwiesche immer noch mit dem Auto über Söhlde und Lengede erreichbar sei. „Hier steht zwar ein Sackgassen-Schild, doch das bedeutet nur, dass man zwar in den Ort hinein, aber nicht auf der Straße auch wieder hinaus kommt“, erklärt Mühlnickel. Ein Sinn der Sperrungen sei es, Durchgangsverkehr um den Ort herumzuführen.

Von Dennis Nobbe

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