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Lengede/Vechelde/Wendeburg „Wir brauchten damals weder Braunschweig noch Peine“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg „Wir brauchten damals weder Braunschweig noch Peine“
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00:16 14.11.2013
Von links: Annegret Treis, Rosi Bendler, Walter Treis und Elke Grobe amüsieren sich über eine Werbe-Illustration auf einer Rechnung, die Norbert Meier aufgetrieben hat. Quelle: hui
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„Wir brauchten damals Braunschweig nicht, und Peine auch nicht“, sagte Meier. Denn in Wendeburg habe es früher alles an Handwerkern, Dienstleistern und zur Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung gegeben - anders als heute, wo für viele Belange mit dem Auto nach Peine oder Braunschweig gefahren werden muss. „Viele erinnern sich noch an die Geschäfte und wissen genau, wo die waren.“

Beim Sammeln alter Fotos habe er dazwischen immer wieder mal alte Rechnungen gefunden und diese beiseite gelegt. Mittlerweile trägt Meier diese Belege bewusst als Dokumentation für das Wendeburger Geschäftsleben zusammen.

Die vielfältigen Rechnungen - sortiert nach den Sparten Handwerk, Versorgung und Gesundheitswesen - geben Aufschluss über das frühere Geschäftsleben in Wendeburg vor, während und nach den beiden Weltkriegen. So hatte etwa der Sattlermeister Heinrich Lehmberg am 8. August 1903 der Wendeburger Feuerwehr eine Rechnung über vier neue Feuerwehrgurte für insgesamt 15 Mark gesetzt - welche Aufgabe diese Gurte hatten, ist allerdings aus der Rechnung nicht ersichtlich. 1961 erhielt die Schweineweide Interessentschaft Wendeburg vom Hotel Deutsches Haus eine Rechnung über zwei Flaschen Doppelkorn zu 22 D-Mark und 26,5 Liter Bier zum Preis von 39,75 Mark. Ob es sich um eine Mitgliederversammlung oder ein Fest handelte, ist aus dem nüchternen Papier nicht ersichtlich.

hui

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