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Lengede/Vechelde/Wendeburg Winterdienste weigern sich: Ärger um Baugebiet schwelt weiter
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Winterdienste weigern sich: Ärger um Baugebiet schwelt weiter
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00:16 07.12.2013
Ärger um das Baugebiet Am Schützenplatz: Wegen der Rasengittersteine findet die werdende Eigentümergemeinschaft keinen Winterdienst. Quelle: A/im
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Nun stehe der Winter bevor - und „die Außenanlagen sind mehr als dürftig hergestellt. Der gesamte Parkplatz und die Fläche davor ist nicht vertragsgemäß ‚gepflastert‘ worden, sondern man hat mit völlig falschem Unterbau und falscher Verfüllung Rasengittersteine verlegt“, so Brand.

Zudem seien diese Steine so verlegt worden, dass jede im Umkreis von 20 Kilometern tätige Winterdienst-Firma eine Beauftragung durch die Hausverwaltung abgelehnt habe. Brand glaubt, dass die Rasengittersteine aus einem ganz bestimmten Grund verlegt wurden: „Ich vermute vielmehr, dass es sonst mit der Geschossflächen-Zahl und der Grundflächen-Zahl nicht mehr gepasst hätte und die Baugenehmigung dann in dieser Form hätte gar nicht erteilt werden dürfen.“ Zum Hintergrund: Die Grundflächen-Zahl gibt den Flächenanteil eines Baugrundstücks an, der überbaut werden darf. Die Geschossflächen-Anzahl beschreibt das Verhältnis der Geschossflächen zur Fläche des Baugrundstücks. „Die Fläche, die mit Rasengittersteinen verlegt wurde, gilt nicht als versiegelt“, so Brand.

Auch wenn dieser nur einer von vielen Mängeln sei, so handele es sich doch um ein großes Problem für Bewohner und Gäste der Anlage. „Allein aus Haftungsgründen ist ein regelmäßiger Winterdienst wichtig“, betont der Verwalter. Da aber noch keiner der Wohnungskäufer im Grundbuch eingetragen sei, bleibe in letzter Konsequenz der Bauunternehmer in der Haftung und müsse für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherung sorgen.

Die Gemeinde Vechelde, die - nachdem eine künftige Wohnungseigentümerin in der Einwohnerfragestunde einer Ratssitzung von zahlreichen Baumängeln berichtete - zunächst Unterstützung bei der Erschließung des privaten Baugebiets signalisiert hatte, lehnt diese nun ab. Der Sachverhalt sei recherchiert worden, erklärt Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD). „Im Bebauungsplan ist ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht festgesetzt“, begründet er. Dies bedeute, dass der Bauunternehmer die Pflasterung herstellen müsse - die Qualität dieser Erschließung sei zwischen Unternehmer und Käufern zu klären. „Ich sehe daher keine Notwendigkeit, dass die Gemeinde einsteigt“, so der Verwaltungs-Chef.

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