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Lengede/Vechelde/Wendeburg Versuchter Mord in Woltwiesche: Verhandlung beginnt am Freitag
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Versuchter Mord in Woltwiesche: Verhandlung beginnt am Freitag
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19:01 31.05.2018
Vor dem Landgericht Hildesheim wird verhandelt. Quelle: Foto: Archiv
Woltwiesche/Hildesheim

Die vier Angeklagten, zur Tatzeit 21, zweimal 18 und einmal 17 Jahre alt, sollen sich in den frühen Morgenstunden des 2. Dezember 2017 anlässlich einer Feier in einem Garten in Woltwiesche aufgehalten haben. Aus nichtigem Anlass sei einer der vier Angeklagten mit drei zufällig vorbeikommenden Personen in Streit geraten. Die drei weiteren Angeklagten seien hinzugekommen und hätten die drei Personen körperlich angegriffen.

Einem der drei Angegriffenen sei die Flucht gelungen. Die vier Angeklagten sollen nacheinander die beiden anderen Personen zu Boden geschlagen und diese – am Boden liegend – jeweils zahlreich gemeinsam gegen den Kopf getreten haben. Bei einer Person hätten die Angreifer auch mit Gegenständen, etwa einer Glasflasche, gegen den Kopf geschlagen.

Nachdem Zeugen eingeschritten seien und die Angeklagten mit den Tritten aufgehört haben sollen, sei der Angegriffene noch kurz in der Lage gewesen, sich selbstständig einige Schritte weit wegzuschleppen, bevor er zusammengebrochen sei und das Bewusstsein verloren habe. Er habe eine Schädelprellung mit zahlreichen Kopfplatzwunden, die genäht werden mussten, sowie weitere Prellungen und Hämatome erlitten.

Das andere Opfer sollen die Angeklagten, nachdem es bereits schwer verletzt, bewegungs- und bewusstlos am Boden gelegen habe, nach weiteren Tritten schließlich in einen neben dem Tatort befindlichen Graben gestoßen haben, wobei ihnen das weitere Schicksal gleichgültig gewesen sei. Dieser Angegriffene habe eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn sowie diverse Schädel- und Gesichtsfrakturen erlitten. Die Verletzungen waren nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zumindest potenziell lebensbedrohlich.

Drei der vier Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft

Die Angeklagten sollen sich nach den Gewalthandlungen vom Tatort entfernt haben, ohne sich weiter um die Opfer zu kümmern. Dabei hätten sie auch mit der Möglichkeit gerechnet, dass die Verletzten versterben könnten. Alle Angeklagten wurden nach der Tat festgenommen. Die Untersuchungshaft gegen den zur Tatzeit 17 Jahre alten Angeklagten setzte man gegen Auflagen außer Vollzug, die anderen Angeklagten befinden sich seit dem 3. Dezember in Untersuchungshaft.

Der Fall wird ab Freitag um 9.30 Uhr vor dem Landgericht Hildesheim verhandelt, Fortsetzungen finden jeweils um 9.30 Uhr am 25. und 27. Juni sowie am 2., 6. und 9. Juli statt.

Von Dennis Nobbe

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