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Vallstedter Frühstück zum Thema Schacht Konrad

Vallstedt Vallstedter Frühstück zum Thema Schacht Konrad

Zum traditionellen Vallstedter Frühstück trafen sich gestern die Atomkraftgegner des Vereins „Vallstedter gegen Schacht Konrad“. Auch Peter Dickel von der AG Schacht Konrad kam in das Vallstedter Gemeindehaus, um die Gäste in Sachen Atompolitik auf den neusten Stand zu bringen.

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Traditionelles Frühstück in Vallstedt: Auf dem Programm stand der Schacht Konrad.

Quelle: ju

Vallstedt. Reichhaltig hatten die Atomkraftgegner die Frühstückstafel eingedeckt, selbst die Eier waren mit gelb-schwarzen Atomzeichen dekoriert. Eine gute Stärkung, um die anstehenden Worte von Dickel zur Atompolitik verdauen zu können.

Vor allem das aktuelle Thema um die Braunschweiger Firma Eckert & Ziegler lag den Gästen im Magen. Das Atommüll verarbeitende Unternehmen im Braunschweiger Wohngebiet Thune will eine Baugenehmigung zur Erweiterung. Andreas Eckert will Asse-Lauge verarbeiten und Müll aus dem Schacht Konrad konditionieren – angeblich, um die Lauge, die immer wieder in den Kammern der Asse zusammenfließt, zu reinigen. „Eckert schürt Fantasien“, sagte Dickel. „So macht er damit Geld.“ Real hingegen seien die Erfolge, die die Atomkraftgegner in den vergangenen Jahren erreicht haben. „Aber unser Kampf ist wie ein Marathon“, betonte Dickel. „Unser Ziel ist noch nicht erreicht.“

Zunächst machte der Experte anhand von Zahlen deutlich, wie sich Deutschland seit den 70er-Jahren entwickelt hat. Insgesamt 24 Anlagen wurden Mitte der Siebziger in der Bundesrepublik installiert, heute sind es noch neun. „Auf die lange Distanz gesehen, sind wir gut gewesen“, so Dickel. „Aber es reicht noch nicht.“

Anschließend ging Dickel auf die Meilensteine im Anti-Atom-Marathon ein. So etwa die bundesweite Bewegung und Gründung von Initiativen. Nach Tschernobyl sein der Großteil der Bevölkerung gegen Atomkraft gewesen. Im Jahr 2009 fand schließlich die erste Lichterkette in Deutschland statt.

Es folgten Demonstrationen in Berlin mit insgesamt 150 000 Teilnehmern und weitere Aktionen. „Es ist unglaublich zu sehen, dass die Menschen in der Region bereit sind, vor Ort ein Zeichen zu setzen“, so Dickel. „Es ist faszinierend, dass so etwas funktioniert.“ Auch für dieses Jahr ist eine Lichterkette geplant. Am kommenden Sonntag, 11. März, dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, wird sie zwischen Thune, dem Brennpunkt „Eckert & Ziegler“, zum Dreh- und Angelpunkt „Asse II“ bis zur Sackgasse „Schacht Konrad“ gehen.

Auch der Verein „Vallstedter gegen Schacht Konrad“ ist dabei und wird sich in Salzgitter auf der Industriestraße Nord an der Kanalbrücke in Richtung Bleckenstedt positionieren. Um 19 Uhr geht es los. Die Fackeln liegen bereit, um erneut ein Zeichen zu setzen. Denn, so Dickel: „Der Marathon ist noch nicht zu Ende.“

ju

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