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Lengede/Vechelde/Wendeburg Unerwünschter Kiesabbau: Bürger können Protest äußern
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Unerwünschter Kiesabbau: Bürger können Protest äußern
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22:00 11.08.2018
Rosemarie Waldeck, Dr. Andreas Martsch, Katrin Schneider, Gerd Albrecht, Heiko Jacke und Jürgen Wittig bei der Info-Veranstaltung. Quelle: Kerstin Wosnitza
Harvesse

Die geplante Erweiterung des Kiesabbaus in unmittelbarer Nähe der Ortschaft ist derzeit Thema in Harvesse. Viele Bürger fühlen sich bereits jetzt durch das Kieswerk erheblich gestört und beeinträchtigt. Der Betreiber, die Unternehmensgruppe Papenburg, möchte die Betriebsstätte nun noch deutlich dichter an den Ort legen.

Es wurde eine Bürgerinitiative gegründet, die den Protest gegen das Vorhaben koordinieren will. Dazu hatte sie am Donnerstagabend eine Info-Veranstaltung organisiert, zu der etwas mehr als 30 Bürger kamen. „Das hätten ein paar mehr sein können“, kommentierte Ortsvorsteher Heiko Jacke.

Im Vorfeld war massive Kritik an der angeblich mangelnden Information über die Entwicklung geäußert worden. Diese wurde von Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht, der mit seinem Vertreter Jürgen Wittig zum Treffen gekommen war, entschieden zurückgewiesen.

Heiko Jacke räumte ein, dass es Gespräche gegeben habe, er aber die Dringlichkeit der Angelegenheit nicht erkannt habe.

„Verhindern lassen wird er sich nicht“

Gerd Albrecht, der trotz seines Geburtstags zu dem Treffen gekommen war, bot den Bürgern eine enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung an. „Die Gemeinde hat kein Interesse am Kiesabbau. Verhindern lassen wird er sich womöglich nicht, aber wir sollten gemeinsam versuchen, das Bestmögliche zu erreichen, um die Wohnqualität nicht zu verschlechtern“, appellierte er an die Harvesser.

Katrin Schneider, Fachdienstleiterin Umwelt beim Landkreis Peine, erläuterte zunächst die Rolle des Landkreises als Genehmigungsbehörde und den Ablauf des Planfeststellungsverfahrens. Unter anderem ging sie auf die Kritik am Zeitpunkt der öffentlichen Auslegung mitten in den Sommerferien ein. „Wenn alle Unterlagen vorliegen, müssen gesetzlich festgeschriebene Fristen eingehalten werden“, machte sie deutlich.

Für die BI haben sich Rosemarie Waldeck, Dr. Andreas Martsch und Jacke von einem Fachanwalt über das weitere Vorgehen beraten lassen. Wichtig: Möglichst viele Bürger sollten Einwendungen abgeben, in denen sie ihre persönliche Betroffenheit schildern.

Weil es nicht allen leicht fällt, so etwas zu formulieren, bietet die BI Unterstützung an. Wer Hilfe braucht, bekommt diese am Sonntag, 12. August, und am Montag, 13. August, jeweils ab 18 bis etwa 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Von Kerstin Wosnitza

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