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Lengede/Vechelde/Wendeburg Umstrukturierung beim Schülertransport: „Wir wollen uns nicht verschließen“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Umstrukturierung beim Schülertransport: „Wir wollen uns nicht verschließen“
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00:16 23.11.2013
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Und es gilt Probleme zu lösen: 36 Eltern aus Wendeburg sowie 5 aus Meerdorf lehnen laut einer Befragung einen um 10 bis 15 Minuten späteren Schulstart ab. Anja Sauerburg, Mutter eines Erstklässlers aus Harvesse, brachte in der Schulausschuss-Sitzung die Bedenken auf den Punkt: „Ich kann mein Kind eine halbe Stunde allein zu Hause lassen oder es eine halbe Stunde allein an der Bushaltestelle stehen lassen. Oder die Gemeinde richtet eine Hortbetreuung ab 7.30 Uhr ein, oder es gibt eine nullte Stunde in der Schule.“

Doch eine Betreuung kostet Geld: „Die Eltern werden natürlich sagen, warum sollen wir jetzt dafür bezahlen?“, erläutert der Verwaltungs-Chef die Problematik. Er gehe nicht davon aus, dass der Landkreis die Kosten dafür übernehme.

Trotzdem wolle man sich dem neuen Konzept nicht verschließen: „Wenn die weiterführenden Schulen wirklich davon profitieren, können wir uns damit anfreunden, etwas zu organisieren“, blickt Albrecht voraus. Aber dafür seien noch viele Fragen zu klären - und zwar gemeinsam mit Gemeinden, Schulen und Eltern.

In Vechelde sieht man einen späteren Schulbeginn weniger kritisch: „Das Konzept stößt bei unseren Grundschulen auf Zustimmung“, sagt Britta Schwartz-Landeck von der Vechelder Verwaltung. Allerdings stehe die Entscheidung der Schulgremien noch aus.

Am Schulzentrum Vechelde, zu dem auch die Grundschule Vechelde gehört, würde sich der Schulstart von 7.30 auf 7.45 Uhr verschieben, in Vallstedt von 7.45 auf 8 Uhr, in Wedtlenstedt gebe es keine Änderung. Der Vorteil: In Vechelde gibt es bereits eine kostenpflichtige Frühbetreuung. „Es bedeutet natürlich einen organisatorischen Aufwand für uns, aber wir können Lösungen finden.“

Sollte nicht rechtzeitig die Zustimmung der Gemeinden und der Schulen vorliegen, drohe die Einführung des geänderten Fahrplans zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres zu scheitern, erklärt Kreis-Sprecher Henrik Kühn. Dann könnte er erst mit Beginn des neuen Schuljahrs 2014/2015 in Kraft treten.

Kritik, der Kreis habe die Betroffenen zu spät informiert, entgegnet Kühn: Der Kreis habe seit Ende der Sommerferien in der Arbeitsgruppe darauf hingewiesen, dass es für eine Beratung in den Schulgremien und in den politischen Gremien der Gemeinden von elementarer Bedeutung sei, die Buszeiten zu benennen. Das befördernde Unternehmen habe dies wiederholt zugesagt, aber in einer ersten Fassung erst Ende Oktober 2013 mitgeteilt. Die Zeiten seien in einem Gespräch am 5. November vorgestellt worden. Es habe jedoch Nachbesserungsbedarf bestanden. Kühn: „Dieser Verpflichtung kam das Unternehmen leider bis heute nicht nach.“ Der Kreis gehe jedoch davon aus, dass das Unternehmen dies alsbald nachhole.

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