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Typisch griechisch, typisch deutsch

Meerdorfer Kleinkunstbühne „teatr dach“ Typisch griechisch, typisch deutsch

Ausgelassen feiernde Griechen und spießig-verkniffene Deutsche: Wie eine gemeinsame Hochzeitsfeier beider Kulturen aussehen kann, zeigt das neue Stück des hauseigenen Ensembles des Meerdorfer „teatr dachs“. Gleich zwei Stiftungen fördern „Hochzeit à la griechisch“ mit je 4500 Euro.

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Stimmen sich auf die Premiere von „Hochzeit à la griechisch“ ein (von links): Chefdramaturg Ali Schultze, Schauspielerin Ulrike Kammler, Professor Panagiotis Adamis, Malte Schumacher und Susanne Stein von der Stiftung Nord/LB-Öffentliche und Raphaela Harms von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Quelle: web

Wendeburg-Meerdorf . „Beim ersten Mal fand ich ihn ganz nett, beim zweiten Mal hab’ ich mich gut amüsiert, beim dritten Mal hab’ ich gelacht wie Bolle und beim vierten Mal hab’ ich gedacht: Daraus müssen wir was machen“, sagt Ali Schultze, Chefdramaturg der Meerdorfer Kleinkunstbühne „teatr dach“. Die Rede ist vom Spielfilm „My big fat Greek Wedding“ („Meine große dicke griechische Hochzeit“), den die Theatertruppe adaptiert und lokal eingefärbt hat. Und obwohl das Stück erst am 21. August Premiere feiert, sind „sechs Aufführungen so gut wie ausverkauft“, freut sich der Regisseur.

Unterstützung erhält das „teatr dach“ von den Stiftungen Nord/LB-Öffentliche und Braunschweigischer Kulturbesitz. Sie fördern das Stück mit je 4500 Euro.

„Wir möchten auch abseits der großen Zentren fördern“, erklärt Malte Schumacher, Sprecher der Stiftung Nord/LB-Öffentliche. „Das ‚teatr dach‘ macht gute Arbeit, die funktioniert.“ Und Raphaela Harms von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ergänzt: „Es ist ein tolles Stück mit Niveau.“

„Hochzeit à la griechisch“ will die Kommunikation zwischen der deutschen und der griechischen Kultur fördern. „Wir hatten Gewissensbisse, dass Deutsche sich anmaßen, die griechische Mentalität zu erklären“, sagt Schultze.

Deswegen hat das Ensemble Professor Panagiotis Adamis, Vorsitzender der Deutsch-Griechischen Gesellschaft in der auch Schultze Mitglied ist, eingeladen, im Stück mitzuwirken. Adamis hatte anfangs Bedenken: „Ich bin kein Schauspieler, aber wenn man den Ali sieht – den begeisterten Griechen – dann tappt man in die Falle.“

Adamis begleitet das Stück und übernimmt die Rolle des Erzählers. „Wir beginnen das Stück mit einem Video-Einspieler, den ein Hochzeitsgast aus Griechenland schickt. Er sitzt am Flughafen fest und erzählt, wie sich das Brautpaar kennengelernt hat“, erklärt Schultze. Und dann beginnt das eigentliche Stück.

„Hochzeit à la griechisch“ erzählt die Geschichte der jungen Griechen Toula, die sich ausgerechnet in einen Deutschen verliebt. Sehr zum Verdruss ihrer riesigen und lauten Sippe, die alles versucht, um sie von ihren Hochzeitsplänen abzubringen. Denn sie finden den Gedanken an einen vegetarischen Nicht-Griechen in der Familie äußerst irritierend.

Der Clou der Aufführung: Das Publikum ist selbst Teil der Hochzeitsgesellschaft und kann am Ende beim griechischen Essen, das die Köche des Alten Landhauses stilecht servieren, kräftig zulangen. Dazu gibt es griechische Musik und Tanz. Für das passende Bühnenbild hat Schultzes Schwager Norbert Hirmer gesorgt und der Chefdramaturg hat von seinem Feriendomizil am südöstlichen Zipfel Europas typisch griechische Stühle mitgebracht. „Ich habe auch fest vor, das Stück im griechischen Longa im Amphitheater aufzuführen“, erklärt er. Die Antwort des dortigen Bürgermeisters lässt allerdings – typisch griechisch – noch auf sich warten.

Termine: Jeweils Freitag/ Sonnabend, 30./ 31. Oktober und 13./14. November um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet für Mitglieder 18, für Nicht-Mitglieder 20 Euro inklusive Essen und einem Getränk. Kartenbestellung per Telefon/ Fax 05171/ 14016 und E-Mail an karten@teatr-dach.de.

Mirja Weber

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