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Streit um Abwasser zieht Kreise

Lengede Streit um Abwasser zieht Kreise

Die Debatte um die Zukunft der Vechelder Abwasserbeseitigung ebbt nicht ab. „Warum überträgt Lengede seinen Betrieb eigentlich nicht an den Wasserverband?“, fragt nun der Vechelder CDU-Vizefraktionsvorsitzende Hans-Werner Fechner. Zuvor hatte Hans-Hermann Baas, Vorsteher des Wasserverbands und Lengeder Bürgermeister (SPD), öffentlich für eine Übertragung der Abwasserbeseitigung an seinen Verband geworben.

Lengede . Wenn es tatsächlich so sei, dass es Vorteile für die Gemeinden gebe, die mit dem Wasserverband zusammen arbeiten, müsse doch auch Lengede an einem solchen Geschäft interessiert sein, meint Fechner. Baas entgegnete gestern auf PAZ-Anfrage, dass die Strukturen der Abwasserbeseitigung in jeder Gemeinde unterschiedlich seien und eine Übertragung an den Wasserverband nur in bestimmten Fällen Sinn mache.

Die Abwasserbeseitigung in Lengede sei zum Beispiel komplett anders aufgestellt als die Vechelder, sagt Baas. In der Gemeinde Lengede habe man sich vor 20 Jahren für eine zentrale Kläranlage und fünf Pumpstationen entschieden. Die Kanäle seien auf Grund der geringen Distanz zwischen den fünf Lengeder Ortschaften vergleichsweise kurz. Auch finanziell sei der Lengeder Abwasserbetrieb völlig anders aufgestellt. Das Gesamtvermögen betrage rund 16 Millionen Euro, doch nur ein Drittel davon seien Verbindlichkeiten.

In Vechelde sei der Abwasserbetrieb dagegen vergleichsweise hoch verschuldet. Das Gesamtvermögen beträgt nach Angaben der dortigen Gemeindeverwaltung 35 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen in der Bilanz 17 Millionen Euro Schulden, 12 Millionen Saldo (geleistete Abwasserbeiträge) und 6 Millionen Euro Eigenkapital.

Baas: „Auch der Personalaufwand für den Abwasserbetrieb in Lengede ist im Vergleich gering.“ In der Anlage selbst gebe es 2,5 Stellen, in der Verwaltung rechnerisch sogar weniger als eine Stelle. Und: Lengede lässt nach Angaben des Bürgermeisters alle Arbeiten von einem externen Ingenieurbüro erledigen. Dies spare zusätzlich Geld.

Im Zuge der Diskussion um die Übertragung des Vechelder Betriebs, will er allerdings die Möglichkeit für Lengede prüfen lassen, was in der Vergangenheit aber bereits in regelmäßigen Abständen geschehen sei.

web/mic

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