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Lengede/Vechelde/Wendeburg Stichkanal-Schleuse soll ab 2021 ausgebaut werden
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Stichkanal-Schleuse soll ab 2021 ausgebaut werden
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00:18 05.01.2019
Die Kanalschleuse bei Wedtlenstedt. Quelle: Archiv
Wedtlenstedt

Gebaut wurden der Stichkanal und die Schleusen in den Jahren 1938 bis 1940. Der geplante Ausbau soll auch den Verkehr von sogenannten Übergroßen Großmotor-Güterschiffen (ÜGMS) mit einer Länge bis zu 135 Meter sowie für 185 Meter lange Schubverbände mit größerem Tiefgang zu ermöglichen.

Das Genehmigungsverfahren läuft

Für das Millionen-Vorhaben „Schleuse Wedtlenstedt“ laufe das Genehmigungsverfahren, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt mitteilte. In dem Verfahren können Behörden und Verbände sowie die Bevölkerung ihre Bedenken und Anregungen vorbringen.

Neue Kammer soll weiter westlich entstehen

Beabsichtigt ist, westlich der bestehenden Schleuse eine neue Kammer zu errichten. Nach der Fertigstellung soll die jetzt westliche Kammer verfüllt werden und nur das Portal erhalten bleiben. Die Ost-Kammer hingegen soll für die neue Schleusenkammer als sogenanntes Sparbecken, in dem sich aus ökonomischen Gründen für das neue große Becken Schleusenwasser befinden soll, bestehen bleiben.

Da die Ost-Kammer der Schleuse Wedtlenstedt im Rahmen von Ausbaumaßnahmen in den 1970er Jahren umgebaut wurde, sei bei dieser Kammer ein knapper, aber dennoch ausreichender Kammerquerschnitt vorhanden. Sollte die neue Kammer für Revisionsarbeiten gesperrt werden müssen, könne der Schiffsverkehr notfalls auch über die Ost-Kammer abgewickelt werden. Auch während der Bauarbeiten der neuen West-Kammer könne der Schleusenbetrieb über diese Kammer erfolgen. „Dies kann als riesiger Vorteil betrachtet werden“, heißt es.

Derzeit allein in Betrieb: Die Ostkammer der Schleuse Wedtlenstedt. Quelle: Archiv

Zwei Jahre später sollen die Arbeiten an der Schleuse in Üfingen (Salzgitter) beginnen, auch hier sollen rund 50 Millionen Euro investiert werden. Das Genehmigungsverfahren für den Ausbau des Stichkanals von der Wedtlenstedter Schleuse bis zum Hafen Salzgitter sei zudem kurz vor dem Abschluss und der Planfeststellungsbeschluss, also die Genehmigung, könnte bis Jahresende vorliegen.

PAZ-Info: Schleuse Wedtlenstedt

Die meisten Schiffe, die die Schleuse in Wedtlenstedt passieren, sind unterwegs vom Mittellandkanal zum Hafen nach Beddingen oder Salzgitter beziehungsweise zurück. Doch um dorthin zu gelangen, müssen sie in Wedtlenstedt in der Eingangsschleuse zum Stichkanal Salzgitter einen Wasserstandsunterschied von immerhin 9,3 Metern überwinden.

Der Stichkanal ist 18 Kilometer lang und verbindet das Industriegebiet Salzgitter, insbesondere das Stahlwerk, über den Mittellandkanal und den Elbe-Seitenkanal mit den Übersee-Häfen in Hamburg und Bremen.

Bei der Schleuse Wedtlenstedt handelt sich um eine Zweikammerschleuse ohne Sparbecken, die zwischen 1938 und 1940 zusammen mit dem Stichkanal gebaut worden ist. Zurzeit ist nur die Ostkammer in Betrieb. Sie wurde 1975/76 für Containerschiffe ausgebaut und 2012 grundsaniert. Die Westkammer dient derzeit als Ersatz.

Eine Schleusung dauert etwa 25 Minuten. Die Schleuse wird auf der Südseite mit einem elektrisch betriebenen Klapptor mit 20 Tonnen Gewicht und auf der Nordseite mit einem etwa 70 Tonnen schweren Hubtor mit beidseitigen Torgegengewichten verschlossen. Dann strömt das Wasser von oben aus den so genannten Umläufen in die Kammer, bis die Wasserspiegel ausgeglichen sind.

Geschleust wird rund ums Jahr an sieben Tagen die Woche. Lediglich Weihnachten und Neujahr ruht der Betrieb.

Im Jahr 2012 passierten laut einem früheren Bericht in der PAZ 5670 Schiffe mit 2,7 Millionen Tonnen Fracht die Schleuse.

Von Dennis Nobbe

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