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Spielkreis: Bischof Meyns informierte über das Aus

Enttäuschung ist groß Spielkreis: Bischof Meyns informierte über das Aus

Die Tage des evangelischen Kinderspielkreises in Wedtlenstedt sind gezählt. Am gestrigen Montag informierte Landesbischof Dr. Christoph Meyns die Eltern der 16 Kinder, die derzeit den Spielkreis besuchen, in Wedtlenstedt persönlich über die bevorstehende Schließung Ende Juli.

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Der Landesbischof Dr. Christoph Meyns (Mitte) verkündete das Aus für den Kinderspielkreis unter anderem im Beisammen von Pröpstin Pia Dittmann-Saxel und Vorsitzender des Kirchenvorstands, Michael Mecke.

Quelle: Foto: Anna Gröhl

Wedtlenstedt. Den Eltern war die Enttäuschung anzumerken. Lange hatten sie für den Erhalt ihres Spielkreises gekämpft, unter anderem sammelten sie Unterschriften - doch letztlich ohne Erfolg, wie sie nun wissen.

Seit Wochen war die Zukunft der Einrichtung ungewiss, denn das rund 100 Jahre alte Gebäude, in dem derzeit noch die Kinder untergebracht sind, müsste nach einer vorläufigen Schätzung für rund 200 000 Euro saniert werden, um den modernen Sicherheitsstandards zu genügen. Das Gebäude ist aber nur noch höchstens 20 000 Euro wert. „Wir haben alle Argumente für und gegen eine Fortführung des Spielkreises sorgfältig diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir kein Geld mehr in das Gebäude stecken und auch keinen Neubau schaffen“, teilte Meyns mit.

Im Vorfeld gab es Gespräche über einen möglichen Erhalt des Spielkreises, an denen die Landeskirche, die Propstei und die Kirchengemeinde in Wedtlenstedt beteiligt waren.

„Der Erhalt würde eine Investition bedeuten, die weder aus wirtschaftlichen noch aus ethischen Gründen zu rechtfertigen wäre“, so Meyns weiter. Bei derartigen Baumaßnahmen geht die Kirche immer von einer Perspektive von 50 Jahren aus. „Wir können aber nicht garantieren, dass die Einrichtung dann auch noch genutzt wird“, sagte Meyns.

Grund sei unter anderem, dass diese Art der Vormittagseinrichtung ein Auslaufmodell sei. „Die Entwicklung zeigt, dass der Bedarf in eine andere Richtung geht. Der überwiegende Teil der Eltern wünscht sich heute die Ganztagsbetreuung.“ Der Spielkreis betreue die Kinder jedoch nur fünf bis sechs Stunden am Tag, betonte der Landesbischof. Damit ist klar - es ist das Aus für den Spielkreis, denn auch die Propstei Vechelde und die Kirchengemeinde Wedtlenstedt haben kein Geld, um die Sanierungskosten zu übernehmen. Noch bis zum 31. Juli soll der Spielkreis, in dem Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren täglich bis zu fünf Stunden betreut werden, voraussichtlich bestehen bleiben. Danach sollen die Kinder in einem kommunalen Kindergarten untergebracht werden.

Das dann leerstehende Spielkreis-Gebäude soll anschließend nur noch als Lagerraum genutzt werden.

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