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So war das Leben 1912 in New York

Lesetipp: „Es wächst ein Baum in Brooklyn“ So war das Leben 1912 in New York

In Zusammenarbeit mit den Kreisbüchereien des Landkreises Peine veröffentlicht die PAZ in loser Folge Lesetipps. Heidi Weske von der Kreisbücherei in Wendeburg empfiehlt „Es wächst ein Baum in Brooklyn“ von Betty Smith.

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Heidi Weske empfiehlt „Es wächst ein Baum in Brooklyn“.
 

Quelle: privat

Wendeburg. Im Jahr 1912: Die elfjährige Francie Nolan lebt mit ihrer Familie in einer Mietwohnung im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Trotz der ärmlichen Verhältnisse ist sie ein wissbegieriges Mädchen, das am liebsten auf der Feuertreppe im Schatten eines großen Baumes sitzt und liest. Auch wenn ihr Leben nicht einfach ist, gibt sie ihren großen Traum nicht auf: das College besuchen und Schriftstellerin werden.

Francie glaubt, in der Bücherei seien alle Bücher der Welt – und ihr Plan ist es, alle Bücher der Welt auch zu lesen. Sie liest ein Buch pro Tag in alphabetischer Reihenfolge und überspringt auch nicht die trockenen. Der erste von ihr gelesene Autor ist Abbott.

Ein vielschichtiger Klassiker

„Ein Baum wächst in Brooklyn“ ist im Jahre 1943 als Erstlingswerk erschienen und wurde ein Jahr später für den Pulitzerpreis nominiert. Bis heute hat dieser Klassiker nichts von seiner Besonderheit verloren. Er ist sehr vielschichtig: Die junge Mutter Katie Nolan versucht alles, um ihren beiden Kindern Neeley und Francie ein gutes Leben zu ermöglichen – dazu gehört auch die Schulbildung. Sie arbeitet hart und muss so manchen Rückschlag einstecken.

Neben berührenden und auch traurigen Momenten gibt es aber auch immer wieder kleine Glücksmomente – das erlebt auch Francie, die eigentliche Hauptfigur in dieser Geschichte. Sie ist klug, hat eine gute Beobachtungsgabe und kämpft für ein besseres Leben. Doch sie merkt schnell, dass das Leben nicht immer gerecht ist...

„Wären alle Lehrer wie Miss Bernstone und Mister Morton gewesen, dann hätte Francie genau gewusst, was der Himmel ist. Doch so war es auch gut. Es musste ja dunkle und trübe Gewässer geben, damit die Sonne einen Hintergrund für ihre strahlende Herrlichkeit hatte“, sagt Weske.

Doch geht es in diesem Roman nicht ausschließlich um die bücherbegeisterte Francie, sondern um das von Armut und Entbehrung geprägte Leben der Familie Nolan. Betty Smith erzählt von harter Arbeit und vom dichten Gemenge in den Brooklyner Gassen und Straßen, wo alle eng beieinander wohnen.

Betty Smith: „Ein Baum wächst in Brooklyn“, Insel-Verlag 2017 (ISBN 3458177205, 621 Seiten, 25 Euro).

Von Kerstin Wosnitza

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