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Schwarzer Rauch über der Marina

Granate aus dem Zweiten Weltkrieg Schwarzer Rauch über der Marina

Eine Flamme blitzt auf, schwarzer Rauch quillt hervor und erst dann dringt – um Sekunden verzögert – der Knall über das Wasser in der Marina Bortfeld. Gestern wurde dort vom Niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Flak-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt.

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Im Neubaugebiet Marina Bortfeld sprengte der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: web

Wendeburg. „Ein Bauarbeiter hatte die Granate bei Rohrbau-Arbeiten im südwestlichen Abschnitt gefunden“, erzählt Marina-Investor Andreas Reinhold, der daraufhin den Kampfmittelbeseitigungsdienst informierte.

„Der Zeitzünder ist aktiviert, deswegen muss die Granate vor Ort gesprengt werden“, erklärt Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, der gemeinsam mit Kollege Clemens Stolte angerückt ist.

Bei dem Geschoss handelt es sich um eine deutsche 8,8-Zentimeter-Sprenggranate mit Zeitzünder, die im Zweiten Weltkrieg zum Abschuss von feindlichen Flugzeugen eingesetzt wurde. „Eigentlich hätte sie in der Luft detonieren müssen, aber aus irgendeinem Grund hat sie das nicht getan“, erklärt Tillschneider. Vermutlich wurde sie mit dem Flak-Geschütz abgeschossen, das sich einst auf einem alten Bunker in Bortfeld befand.

300 Meter beträgt der Sicherheitsabstand. Einsatzleiter Hans-Georg Strömel von der Polizei Wendeburg und Kollege Uwe Belz senden Mitarbeiter der Gemeinde und des Bauhofes Wendeburg aus, um Leinpfad und Feldmark für Radfahrer und Fußgänger zu sperren. Kein Schiff darf während der Sprengung die Schleuse in Wedtlenstedt passieren, und die Wasserschutzpolizei blockiert mit einem Boot die Einmündung des Stichkanals in den Mittellandkanal. Auch die Bauarbeiter müssen ihre Arbeit unterbrechen und das Areal räumen.

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, fährt Strömel die Sprengmeister zur Fundstelle. Dort bringen sie eine kleine Sprengladung an der mit einem Kilo TNT gefüllten Granate an. „Das ist schon ganz enorm“, sagt Tillschneider. „So eine Granate kann einen Trichter von zwei Metern Durchmesser und einem Meter Tiefe hinterlassen.“

Um 12.15 Uhr ist es dann soweit: Strömels Handy klingelt; Tillschneider zählt den Countdown ab und betätigt aus sicherer Entfernung den Zünder. Die Granate explodiert.

Dann meldet der Einsatzleiter an die Kollegen: „Die Sprengung ist erfolgt, alles in Ordnung; alles kann wieder freigegeben werden.“

Mirja Weber

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