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Lengede/Vechelde/Wendeburg Schulden steigen aufgrund hoher Investitionen
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Schulden steigen aufgrund hoher Investitionen
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06:00 22.11.2018
Bürgermeister Gerd Albrecht (links) und Kämmerer Maik Dederding stellten den Haushaltsentwurf für 2019 vor. Quelle: Mirja Polreich
Wendeburg

„Ohne Baulandverkauf können wir den Haushalt nicht ausgleichen“, bringt es Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2019 auf den Punkt. Nichtsdestotrotz verzichtet die Gemeinde auch im kommenden Jahr auf Steuererhöhungen.

Bei Investitionen gestrichen

Bei den Investitionen wurde bereits kräftig zusammengestrichen. „Ursprünglich hatten wir einen Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro im Entwurf“, schildert der Bürgermeister. Dieser konnte nach einem interfraktionellen Gespräch um 750 000 Euro reduziert werden, nachdem diverse Positionen gestrichen wurden. Dennoch blieb ein Minus von rund 565 000 Euro im ordentlichen Ergebnis.

Dieses kann die Kommune nur durch außerordentliche Erträge in Höhe von 960 000 Euro aus dem Baulandverkauf abfangen, so dass unter dem Strich ein Plus von rund 380 000 Euro steht.

Größte Ausgaben im Etat sind die Personalkosten mit rund 6,7 Millionen Euro – rund 380 000 Euro mehr als im Vorjahr, bedingt durch Tariferhöhungen und neue Kinderbetreuungseinrichtungen – und die Kreisumlage mit 6,2 Millionen Euro (plus 377 200 Euro). „Mehr als zwei Drittel des Haushaltsvolumens gehen an diese beiden Ausgabepositionen“, so Albrecht.

Neue Baugebiete

Nichtsdestotrotz soll im kommenden Jahr wieder investiert werden. Etwa in den Ankauf und die Erschließung von Bauland – 4,7 Millionen Euro stehen für neue Baugebiete in Bortfeld, Lange Straße (42 Grundstücke), und Meerdorf, Putzebecken (24 Grundstücke), im Etat.

Weiteres Geld fließt in den Ausbau der Küche im Kindergarten Elternweg in Bortfeld (120 000 Euro), einen Entlastungskanal in Bortfeld, Steinpaul, und Wendeburg, Neue Straße (150 000 Euro) sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED (100 000 Euro) und der Bushaltestellen, die künftig barrierefrei sein sollen (50 000 Euro).

Schulden erreichen neuen Höchststand

Mit diesen Ausgaben erreichen die Schulden für Investitionstätigkeit der Gemeinde einen neuen Höchststand im Jahr 2019. Sie betragen mehr als 16 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1465 Euro. „Wir tilgen im Jahr 400 000 Euro“, erläutert der Bürgermeister. „Unser Ziel ist es, die Schulden im investiven Bereich herunterzufahren.“

Dennoch gehe es Wendeburg gut, die Kommune verfüge über eine ausgezeichnete Infrastruktur, betont der Verwaltungschef. Aber eine bessere finanzielle Ausstattung der Gemeinden durch das Land sei unabdingbar. Denn auch die Bauland-Vermarktung finde irgendwann ihr Ende.

Von Mirja Polreich

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