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Lengede/Vechelde/Wendeburg Rot-Grün will Bortfelder Sporthalle für 1,3 Millionen Euro sanieren
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Rot-Grün will Bortfelder Sporthalle für 1,3 Millionen Euro sanieren
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00:16 31.10.2013
Die 1974 errichtete Sporthalle in Bortfeld befindet sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Die rot-grüne Mehrheit im Wendeburger Rat hat sich nun für eine Sanierung ausgesprochen. Sie würde etwa 1,3 Millionen Euro kosten. Quelle: Archiv
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„Ein Neubau würde die Gemeinde in unverantwortlicher Weise mit neuen Schulden belasten“, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Rosemarie Waldeck (Grüne) und Ludwig Thiemann (SPD). „In den kommenden Jahren berauben wir uns aller Handlungsmöglichkeiten und können uns wichtige Investitionen, zum Beispiel im Bildungsbereich oder bei der Feuerwehr, nicht mehr leisten.“ Zwar sei ein kompletter Neubau sicher wünschenswert, angesichts der notwendigen Haushaltskonsolidierung aber nicht vertretbar. Weitere Argumente für diesen Beschluss seien die dezentrale Lage der Halle und die sinkenden Schülerzahlen. Damit sprach sich die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Wendeburger Rat gegen die Empfehlung der Arbeitsgruppe aus, die zwei Varianten zum weiteren Vorgehen bei der stark sanierungsbedürftigen Sporthalle in Bortfeld erarbeitet hatte.

Die Gruppe - bestehend aus Vertretern der politischen Parteien und der Sportvereine - hatte mit einer knappen Mehrheit für den rund 3,4 Millionen Euro teuren Neubau gestimmt.

Damit scheint der Streit bei der nächsten Sitzung des Wendeburger Rates programmiert, denn die CDU-Fraktion hatte sich bereits im November vergangenen Jahres für den Neubau ausgesprochen. Zuvor befasst sich aber am kommenden Donnerstag, 31. Oktober, der Finanzausschuss ab 17 Uhr im Rathaus-Sitzungssaal mit dem Thema.

Weiteres Thema der Klausurtagung war die Baulandpolitik. Hierbei wollen beide Parteien neue Wege gehen: Künftig soll der Rat entscheiden, ob die Erschließung eines Baugebietes in Eigenregie oder mithilfe von Investoren durchgeführt wird. Dazu will Rot-Grün die Verwaltung beauftragen, ein Bauland-Kataster zu erstellen. Dieses soll die Grundlage für ein Bauleitplan-Konzept sein.

„In den vergangenen Jahren hat es die Gemeinde versäumt, Bauland aufzukaufen, wie es andere Kommunen im Umland getan haben“, so Waldeck und Thiemann.

Damit habe man nicht nur auf mögliche Einnahme-Quellen verzichtet, sondern auch auf Instrumente zur Steuerung einer familienfreundlichen und energiepolitisch zukunftsfähigen Bebauungsplanung.

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