Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Lengede/Vechelde/Wendeburg Riesenbohrer gräbt unter Vechelde
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Riesenbohrer gräbt unter Vechelde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 08.07.2009

Vechelde-Bodenstedt. Die Technik nennt sich Vorpressverfahren. In einer Tiefe von 1,20 Meter wird nach Abschluss der Arbeiten eine insgesamt 27 Kilometer lange Sauerstoffzuleitung von Salzgitter über Vechelde bis ins Peiner Stahlwerk reichen.

In das horizontale Bohrloch werden dann 15 Meter lange Rohre geschoben und von den Arbeitern verschweißt. „Mit Ausheben, Aufbauen, Ausrichten, Bohren, Verlegen und Verschweißen schaffen wir zwei Meter pro Stunde“, erläutert der Leiter des Technischen Dienstes, Maik Render, im PAZ-Gespräch. Gleichzeitig in Bodenstedt und Liedingen gräbt die Salzgitter-AG.

Das plastikummantelte Stahlrohr hat in etwa den Durchmesser eines handelsüblichen Haushalts-Wischeimers – 30 Zentimeter.
Der Sauerstoff aus Salzgitter wird in Peine für die Stahlgewinnung benötigt. Mit dem eingeblasenen Sauerstoff werden qualitätsmindernde Stoffe aus der Stahlschmelze entfernt.

„Die Luftzerlegungsanlage in Peine stammt aus den 60er Jahren und ist energetisch nicht mehr wirtschaftlich“, sagt Olaf Reinecke von der Konzernkommunikation der Salzgitter AG. Zwar sei es teurer sich durch 27 Kilometer Erde zu graben, langfristig sind die Betriebskosten aber geringer, weil es günstiger ist, nur die Luftzerlegungsanlagen in Salzgitter zu betreiben. Der Sauerstoff wird später mit einem Druck von 30 Bar durch die Leitung eingespeist. Insgesamt werde der Bau 13 Millionen Euro kosten, erklärt er.

„Die größten Herausforderungen bei der Planung der Trassenführung waren die Unterquerung der Bundesautobahn 39, der Bahntrasse zwischen Hannover und Braunschweig und schließlich des Mittellandkanals“, sagt Render. „Der Bogen unterhalb des Kanals ist 400 Meter lang und ist an seiner tiefsten Stelle 20 Meter unter der Wasseroberfläche.“ Insgesamt wird das so genannte Durchpressverfahren an mehr als 50 Abschnitten angewandt.

„Gesundheitsgefährdend ist Sauerstoff nicht. Aber brandfördernd. Um Beschädigungen zu verhindern wird die Sauerstoffzuleitung 40 Zentimeter tiefer als vorgeschrieben verlegt und in steinigen Bodenabschnitten in eine Sand-Bettung eingelegt.“ Render ergänzt: „Außen am Rohr ist ein Überwachungs- und Leckortungssystem installiert. Gegen Durchrosten wird das Zehn-Millimeter-Stahlrohr unter eine minimale Spannung gesetzt. Dadurch richten sich die Stahl-Moleküle in eine Richtung aus. Das verhindert Korrosionsschäden.“ Man sei voll im Zeitplan und Ende des Jahres soll die Sauerstoff-Zuleitung in Dienst genommen werden.

Björn Wulfes

Pater Beda (Stefan Lange, 38 Jahre), Benediktinermönch aus Woltwiesche, hat an den zurückliegenden Sonntagen in den katholischen Kirchen in Ilsede, Steinbrück und Lengede mit zahlreichen Gläubigen seine ersten heiligen Messen im Kreis Peine gefeiert.

07.07.2009

Nur noch knapp einen Monat, dann können die Senioren einziehen: Die Bauarbeiten an der Anlage für Betreutes Wohnen im Wendezeller Neubaugebiet Bahnhofstraße Süd II gegenüber dem Aue-Einkaufszentrum sind so gut wie abgeschlossen. Bezugsfertig ist das Haus ab 1. September, wie Günther Jemand, Vermieter von der Braunschweiger Baugenossenschaft Wiederaufbau, mitteilte.

07.07.2009

Endspurt beim Rohbau: Die Anlage für betreutes Wohnen der Baugenossenschaft Wiederaufbau wächst und wächst. Laut einem Unternehmenssprecher soll Anfang August Richtfest gefeiert werden. Laufen die Bauarbeiten nach Plan weiter, könnte die Anlage bis Ende März 2010 bezugsfertig sein.

07.07.2009