Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Lengede/Vechelde/Wendeburg „Prostituierte sagten Papa zu ihm“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg „Prostituierte sagten Papa zu ihm“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 03.06.2009

Osnabrück. Sex, Drogen, Waffen: Wegen mehrerer Vergehen stehen zwei Männer aus dem Rotlicht-Milieu vor dem Landesgericht Osnabrück. Ihnen wird Menschenhandel vorgeworfen, und bei einer Polizei-Durchsuchung eines „Sex-Partytreffs“ in Osnabrück waren Kokain und eine Pistole gefunden worden. Die beiden Männer sollen laut Neuer Osnabrücker Zeitung vorher auch einen „Partytreff“ in Lengede geleitet haben.

Das Ziel der Verteidigung lautet weiter Freispruch. Von Menschenhandel könne nicht die Rede sein, und nun werde man auch ein weiteres „Gespenst entzaubern“, kündigt der Rechtsanwalt die Aussage seines Mandanten an. 69,7 Gramm Kokain sind seinerzeit bei ihm sichergestellt worden, was der Angeklagte mit einer „Dumm gelaufen“-Geschichte zu entkräften versucht: Die Drogen hätten einem Bekannten gehört, der ihn lediglich gebeten habe, das Zeug zu trocknen, weil es versehentlich nass geworden sei. Das habe er mithilfe eines Küchen-Mixers versucht. Bei der Durchsuchung sei das fremde Kokain dann prompt gefunden worden. Und was die Pistole betreffe: Er wolle zwar zurzeit nicht sagen, wem sie gehöre. Er selbst sei aber auf keinen Fall der Eigentümer – seit seiner Bundeswehrzeit habe er eine Abneigung gegen Schusswaffen.

Gut fünf Stunden umfasst der Verhandlungstag, allerdings gibt es etliche Unterbrechungen. Der erste geladene Zeuge soll „Mädels“ für den „Partytreff“ in Osnabrück sowie für die anderen Etablissements der Angeklagten in Münster und Lengede beschafft haben. Er erscheint nicht vor Gericht. Die zweite Zeugin soll als Prostituierte gearbeitet haben – gleiches Ergebnis. Beiden drohen nun Zwangsvorführung und ein Ordnungsgeld.

Wenigstens die dritte Zeugin folgt der Vorladung. Sie war hinter der Theke im „Partytreff“ tätig. Um ihre Aussage entbrennt schnell ein Kleinkrieg zwischen Verteidigung und Nebenklage-Vertretung: Die Rechtmäßigkeit von Fragen wird abgestritten oder eingeworfen, dass man die Antworten längst kenne.

Knapp zusammengefasst: Die Tür des Bordells wurde der Aussage der 37-Jährigen zufolge lediglich abgeschlossen, damit man einen Überblick über die Kunden behalten konnte. Die Einnahmen seien, abgesehen von kleineren Ausnahmen, zu gleichen Teilen auf Betreiber und Prostituierte umgelegt worden. Auch die Pässe seien den Frauen nicht abgenommen worden. Genau das steht allerdings in der Aussage einer ehemaligen Mitarbeiterin, die vom Gericht verlesen wird. Von einer Zwangslage der Frauen könne aber keinesfalls die Rede sein, bekräftigt die Frau auf Nachfrage ihres ehemaligen Arbeitgebers: Die Prostituierten hätten den Angeklagten sogar „Papa“ genannt. Das Verfahren geht weiter.

Rainer Lahmann-Lammert

Das ist der Gipfel. Aus schönstem Sommerwetter wird Sturm, Regen und Nebel: „Typisches Brockenwetter eben“, sagt Winfried Rasp. Der Zweidorfer hat es geschafft, wieder einmal. Zum 500. Mal ist er auf den Brocken im Harz gewandert. Gefeiert wurde nicht nur sein Wanderjubiläum, sondern auch sein 66. Geburtstag.

03.06.2009

Sieg in Abwesenheit: „Ich weiß nicht, ob ihr jetzt alle in den Gesangverein eintreten müsst“, scherzte Uwe Lambrecht, Jugendleiter bei Arminia Vechelde, bei der Pokalübergabe. Soeben hatte der Männergesangverein den 11. Vechelder Auecup gewonnen – und das obwohl die „Liedertafel“ kurzfristig absagen musste. Dass die singenden Männer trotzdem siegten, lag ganz einfach daran, dass Spieler der A- und B-Jugend von Arminia Vechelde Startplatz und Namen der Liedertafel übernommen hatten – als spontane „Legionärstruppe“.

02.06.2009

Laut und schrill, lasziv und subtil, breitmäulig, schiefmäulig, karikierend, böse, derb und rotzenfrech. Krachschlagendes Kabarett im teatr dach. Herrlich! Was für ein Abend!

28.05.2009