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Nächster Prozess für 21-jährigen Lengeder

Landgericht Hildesheim Nächster Prozess für 21-jährigen Lengeder

Erst am Montag war der junge Mann für 29 Vergehen verurteilt worden. Nun steht er wegen Betrug, Brandstiftung und Versicherungsbetrug erneut vor dem Richter.

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Der Angeklagte mit einem Justizbeamten im Gerichtssaal.

Quelle: Lena Brandes

Lengede. Der erst am Montag für 29 Straftaten verurteilte 21-jährige Lengeder (PAZ berichtete) muss sich seit Mittwoch erneut vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Die Anklage lautet dieses Mal auf Versicherungsbetrug, Brandstiftung und Betrug in fünf Fällen. Der junge Mann ist geständig.

Unter falschem Namen soll der Mann im Herbst 2015 mit Handwerksbetrieben Verträge über die Sanierung des Wohnhauses seiner Familie in Lengede abgeschlossen haben. Es ging um die Komplettsanierung, den Kauf einer Küche, das Verlegen von Marmorboden sowie die Installation einer Heizungs- und Sanitäranlage. Die Staatsanwaltschaft legt dem 21-Jährigen zur Last, von vornherein vorgehabt zu haben, die Rechnungen nicht zu begleichen.

Im März dieses Jahres soll der Mann gemeinsam mit einer bisher unbekannten Person das Haus in Brand gesetzt haben. Dazu habe er, laut Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, die Tür aufgebrochen, ein Handtuch und den Boden vor der Holztreppe mit Benzin getränkt und angezündet. Ein Brandgutachter und ein Gutachten des Landeskriminalamtes bestätigten die Aussagen der Staatsanwaltschaft. Durch den Brand entstand ein Schaden in Höhe von 100.000 Euro. Der Angeklagte habe den Brand gelegt, um Ansprüche aus der im Dezember 2016 abgeschlossenen Hausratsversicherung geltend zu machen.

Verteidiger, Richter und Staatsanwältin einigten sich für den Fall eines Geständnisses im vollen Umfang auf ein gemildertes Strafmaß nach Jugendstrafrecht, in das auch das Urteil vom vergangenen Montag einfließen soll. Dabei solle der Erziehungsgedanke im Vordergrund stehen.

Der 21-Jährige zeigte sich geständig, ließ aber seinen Anwalt Dr. Nicolas Alexander Frühsorger für sich sprechen. Seinem Mandanten sei es immer darum gegangen, Geld zu beschaffen, um die finanzielle Situation der Familie zu verbessern. Frühsorger wies ausdrücklich darauf hin, dass der Angeklagte bei einem Plan der Familie mitgemacht und nicht im eigenen Namen gehandelt habe.

Für das Verfahren sind noch drei weitere Termine angesetzt.

Von Lena Brandes

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