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Lengede/Vechelde/Wendeburg Nach Umleitung der Fuhse soll Auenlandschaft enstehen
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Nach Umleitung der Fuhse soll Auenlandschaft enstehen
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19:28 08.09.2016
Franz Einhaus, Holger Hahn, Hans-Hermann Baas und Steffen Hipp (v.l.) mit dem Genehmigungsplan vor dem neuen Gebiet für die Auenlandschaft am Kaskadenwehr. Quelle: Foto: Marieke Groke
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„Das Großziel dieser Baumaßnahmen bildet die Renaturierung und ökologische Ausgestaltung der Fuhse“, berichtet Franz Einhaus (SPD), Landrat und Verbandsvorsteher des UHV„Obere Fuhse“.

An dem bereits im Fließgewässerschutzprogramm von 1996 als „starke Störstelle“ kartierten Kaskadenwehr sollen die Fuhse und darin befindliche Tiere nun mit Hilfe einer Umgehungsrinne auf das neue Gebiet umgeleitet werden und hinter dem Kaskadenwehr zurück in die Fuhse finden.

„Mit dem ökologischen Projekt sollen drei Ziele umgesetzt werden“, erklärt Einhaus. „Als erstes soll die Durchgängigkeit der Fuhse über lange Strecken wiederhergestellt werden. Das zweite Ziel soll dem Hochwasserschutz dienen, das Überschwemmungsgebiet soll vergrößert werden. Mit der Erreichung des dritten Ziels soll die Fuhse umgeleitet und auf dem neuen Areal eine Auenlandschaft geschaffen werden“, berichtet Einhaus weiter.

„Die Flächen für das Projekt umfassen 6,5 Hektar“, erläutert Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD). „Im Rahmen der Flurbereinigung war der Landkreis schon sehr fortschrittlich und hat dieses Gebiet schon vor einiger Zeit erworben. Davon haben alle Beteiligten profitiert“, ergänzt Baas.

Einhaus betont, dass dem Unterhaltungsverband die Akzeptanz der Bürger sehr wichtig sei. Holger Hahn, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes, führt dazu weiter aus: „Es sollen eine Insel und eine Brücke entstehen, sodass die Bürger auch einen Einblick in den Naturschutz bekommen können.“

Das Projekt der Umgehungsrinne, das „Hand in Hand“ durchgeführt wird, soll später eine Länge von 600 bis 700 Metern erreichen. „Es wurden diverse Maßnahmen durchdacht, und diese stellt die Beste dar“, erklärt Verbandsingenieur Steffen Hipp. „Die wasserrechtlichen Genehmigungsanträge sind gestellt, und sobald diese bewilligt wurden, wollen wir Fördermittel beantragen“, erläutert Hipp weiter.

In das Gemeinschaftsprojekt sollen nämlich nicht nur Gelder des Unterhaltungsverbandes, sondern auch Fördermittel des Landes Niedersachsen und der EU sowie Ersatzgelder des Landkreises fließen.

Das Bauvorhaben umfasst eine halbe Million Euro. Baubeginn ist voraussichtlich Herbst 2017.

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