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Nach 79 Jahren: Vallstedts erster Jungstorch

Vechelde Nach 79 Jahren: Vallstedts erster Jungstorch

Vallstedt. Anton ist derzeit der jüngste Storch der Region, dem Storchenbetreuer Georg Fiedler gestern in Vallstedt einen Ring angelegt hat. Das knapp sechs Wochen alte Jungtier hat sich gut entwickelt, dabei hatte sich Fiedler zunächst große Sorgen um Anton gemacht.

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Jungstorch Anton in seinem Nest hoch über Vallstedt.

Quelle: cb

„Am letzten Mittwoch ist ein einzelnes Junges in Riddagshausen durch das Wetter verendet“, schildert Fiedler nach der erfolgreichen Beringung des Vallstedter Jungtiers. Durch starken Regen und Wind war das Tier ausgekühlt. Damit das nicht auch in Vallstedt passiert, sollte Karl-Reiner Jeffe täglich nach dem Storchennachwuchs sehen. Der Lengeder hatte die Vallstedter Nistplattform im November 2009 auf dem Grundstück von Fritz Lehmberg aufgestellt.

Gestern konnte sich Fiedler dann persönlich vom Gesundheitszustand des Tieres überzeugen. Im Korb eines Technikwagens der Firma Eon wurde der Storchenbetreuer zum Nest in luftigen elf Metern Höhe emporgehoben: „Das Junge ist in guter Verfassung und wird gut gefüttert“, konnte Fiedler im Anschluss berichten.

Die Altstörche beobachteten das Geschehen aus sicherer Entfernung, ebenso wie Karl-Reiner Jeffe, Tochter Carolin Konitz und einige Zuschauer. „Es ist die erste Storchenbrut in Vallstedt nach 79 Jahren“, hat Karl-Reiner Jeffe herausgefunden, der Anton auch seinen Namen verpasste.

Ende April tauchten die Altstörche am Nest auf, ab dem 8. Mai wurde gebrütet, einen Monat später bereits gefüttert, schildert der Lengeder, der für den Naturschutzbund Schleiereulen und Turmfalken beringt. „Ursprünglich waren es zwei Jungen, eines ist gestorben. Ein Ei, das sich noch im Nest befindet, ist vermutlich nicht befruchtet worden“, meint er. Insgesamt gab es zwischen 2008 und 2012 in der Gemeinde Vechelde acht Jungstörche.

Der Storchenvater stammt übrigens aus der Nähe von Magdeburg, die Storchenmutter trug keinen Ring. „Durch die Ringe werden Daten über den Bestand erfasst, die an das Umweltministerium des Landes und die jeweiligen Landkreise übermittelt werden“, erklärt Fiedler den Zweck der Beringung. Im Vergleich mit Vorjahresdaten könnten so Schutzkonzepte bestätigt oder neue entwickelt werden.

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