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„Musik ist für mich wie Luft zum Atmen“

Rüper „Musik ist für mich wie Luft zum Atmen“

Die Mutter Ballerina, der Vater Tuba-Spieler: Kein Wunder, dass Elena Schraders Leidenschaft die Musik ist. Nachdem die gebürtige Weißrussin der Liebe wegen aus ihrer Heimat nach Rüper kam, gründete sie hier ein Cello-Trio.

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Elena Schrader aus Rüper hat ein Cello-Trio gegründet. Die 37-Jährige hat sich mit Christoph Gutsche und Tatjana Waßmann (v.l.) zusammengeschlossen.

Rüper. „Ich wurde in eine musikalische Familie hineingeboren – das hat sich direkt auf mich übertragen“, sagt Elena Schrader. Die 37-Jährige wurde in Minsk, Weißrussland, geboren, damals lautete ihr Nachname noch Yerkovich.

Schon als kleines Mädchen hat ihr Vater, ebenfalls Musiker, sie an den Flügel geholt. „‚Sing‘, sagte er“, erinnert sie sich. Das Ergebnis wirkte zunächst ernüchternd auf die Eltern: „‚Vielleicht haben wir Pech‘“, habe ihre Mutter gesagt, erzählt Elena Schrader und lacht. Zum Üben sang sie künftig vor Kuscheltier- und Puppen-Publikum und konfrontierte ihren Vater schließlich mit dem Vorwurf: „Papa, warum hast du mir nicht gesagt, dass ich den Ton wiederholen muss, den du gespielt hast?“

Mit klassischer Musik aufgewachsen, war schnell klar, dass Elena Schrader ein Instrument und zwar Cello spielen sollte. „Wenn sie Interesse und Talent hat, wird sie spielen. Wenn nicht, dann nicht. Das war Papas Weg“, blickt sie zurück: „Musik ist für mich wie Luft zum Atmen.“

Hart geübt wurde natürlich trotzdem und so  studierte Schrader schließlich Violoncello im Musikkollege für Hochbegabte und an der Minsker Musikhochschule, schloss überall mit Bestnoten ab. Sie war Preisträgerin verschiedener hochkarätiger Kammermusikwettbewerbe, unterrichtete an der Minsker Musikhochschule und spielte viele Jahre am ersten Pult im Minsk Orchestra. Zahlreiche Konzerte führten sie durch ganz Europa, bis sie schließlich ihren Mann Detlef kennenlernte – im Internet. „Früher hätte ich darüber nur gelacht“, sagt sie heute und schmunzelt.

Durch ihn kam sie nach Rüper, 2010 machte Töchterchen Anastasya das Glück perfekt – und das gleich im doppelten Sinn: Denn über ihre Hebamme lernte Elena Schrader Tatjana Waßmann kennen – und schloss sich mit der Cellistin zusammen. „Tatjana hat auf einem Konzert Christoph Gutsche gehört und ihm eine E-Mail geschrieben.“ So war das Cello-Trio komplett.

Auch Waßmann und Gutsche sind passionierte Musiker. Waßmann war mehrere Jahre Mitglied des Orchesters der Wiener Kammeroper sowie des Cello-Ensembles. Gutsche begann bereits mit sieben Jahren Cello zu lernen.

Das Repertoire reicht von Barockmusik bis zur Moderne. Elena Schrader betont: „Unser Programm ist nicht nur für Musik-Profis und nicht nur klassisch. Unsere Musik soll die Leute froh machen.“ Eben so, wie sie selbst.

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  • Eine Kostprobe gibt das Trio am Sonntag, 18. Dezember, um 16 Uhr  in der Jerusalemkirche Rüper. Auf dem Programm steht Kammermusik – Musik und Texte im Advent. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
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