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Mord an Vechelderin nach 20 Jahren aufgeklärt

Polizei Mord an Vechelderin nach 20 Jahren aufgeklärt

1992 wurde im Harz eine junge Frau aus Vechelde ermordet. Tatverdächtig war schon damals ein Patient aus einem Landeskrankenhaus. Weil konkrete Beweise fehlten, musste das Verfahren eingestellt werden. Doch jetzt wurde der Mann mit Hilfe moderner Analysemethoden überführt.

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Die Mindener Hütte bei St. Andreasberg: In der Nähe wurde 1993 die Leiche der Vechelderin gefunden.

St. Andreasberg/Peine. Knapp 20 Jahre nach dem Mord der Vechelderin im Oberharz haben die Ermittler den Fall jetzt aufgeklärt. Tatverdächtig sei ein heute 46 Jahre alter Mann, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am heutigen Freitag mit. Er sei anhand eines Spermiums überführt worden, das Experten des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA) mit modernsten Analysemethoden auf einem Wattetupfer entdeckt haben, mit dem damals bei der Leiche ein Abstrich gemacht worden war.

Der mutmaßliche Täter ist ein Patient des Landeskrankenhauses (LKH) für psychisch kranke Straftäter in Moringen (Landkreis Northeim), der sich damals im Oberharz aufhielt. Die 23-jährige Frau aus Vechelde  hatte im Herbst 1992 an einem Wochenendlehrgang des Jugendrotkreuzes Braunschweig in der Mindener Hütte bei St. Andreasberg teilgenommen. Am 18. Oktober, einem Sonntag, wollte sie vor dem Mittagessen noch einen Spaziergang machen. Sie ging alleine in den Wald, kehrte aber nicht zurück.

Trotz einer tagelangen Suchaktion mit Hunderten von Polizisten gab es von der jungen Frau zunächst keine Spur. Erst im März 1993 entdeckten spielende Kinder die entkleidete Leiche der 23-Jährigen in einer Fichtenschonung. Ob das Opfer vergewaltigt worden war, ließ sich fünf Monate nach dem Verbrechen nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Auch die genaue Todesursache blieb unbekannt. Der Schädel der jungen Frau wies allerdings Brüche auf. In der Nähe der Leiche lag das mutmaßliche Tatwerkzeug: Ein Weidenzaunpfahl.

Schon damals geriet der damals 26 Jahre alte LKH-Patient in Verdacht. Der Mann, der wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt war, war im Oktober 1992 im Rahmen eines begleiteten therapeutischen Ausflugs für einige Tage im Oberharz. Am Tattag hatte er sich Mittags für mehrere Stunden ohne Erlaubnis von seinen Therapeuten abgesetzt. Er stritt das Verbrechen an der 23-Jährigen allerdings ab. Da die damals vorhandenen Analyse- und Untersuchungsmethoden nicht ausreichten, um ihn als Täter zu überführen und da es auch sonst keine konkreten Beweise gab, wurde das Verfahren eingestellt.

Im Jahr 2010 nahm die Polizei die Ermittlungen dann wieder auf. Bei der erneuten Untersuchung der alten Asservate sei LKA-Spezialisten dann schließlich der Nachwuchs eines Spermiums gelungen, das dem Verdächtigen eindeutig zugeordnet werden konnte, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus Ziehe. Bisher habe der 46-Jährige, der sich noch immer im LKH Moringen untergebracht ist, die Tat nicht zugegeben. Der Verteidiger habe allerdings ein Geständnis seines Mandanten angekündigt.

dpa/red

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