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Mit Taktik und Augenmaß zum „Full-Pull“

19. Trecker-Treck in Wendeburg Mit Taktik und Augenmaß zum „Full-Pull“

Pünktlich zum Start hörte der Regen auf und erste schüchterne Sonnenstrahlen ließen die 70 Teilnehmer des 19. Trecker-Trecks hoffen. 800 Schaulustige verfolgten das Tauziehen zwischen Trecker und Bremswagen auf dem Wendeburger Festplatz.

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Kräftemessen der „Giganten“: Traktor gegen Bremswagen.

Quelle: nic

Wendeburg. „Wir haben hier keine Oldtimer, sondern Trecker, die noch täglich im Einsatz sind“, erklärt Thorsten Pitt, Pressesprecher der Motorsportclubs Wendeburg.

Zunächst werden die Traktoren der 70 Teilnehmer des Trecker-Trecks gewogen und dann in Klassen nach Pferdestärke und Gewicht eingeteilt. „Außerdem wird kontrolliert, dass die Zugmaulhöhe einheitlich ist. Das ist wie in der Formel 1 – alle sollen die gleichen Voraussetzungen haben“, erklärt Eike Mundstock, um dann sogleich seinen Posten als Bremswagenmeister einzunehmen. Die Trecker ziehen je nach Klasse ein Gewicht zwischen 1,2 und 8 Tonnen. Wer 80 Meter schafft, hat einen Full-Pull und darf in einer zweiten Runde antreten. Herrscht dann immer noch Gleichstand, gibt es ein Stechen. „Dabei sind Taktik und Augenmaß wichtig. Die Beschaffenheit der Bahn muss richtig eingeschätzt werden“, erläutert Pitt. Um auch hier gleiche Voraussetzungen zu schaffen, wird die Bahn nach jedem Start wieder geebnet und neu präpariert.

Viele Teilnehmer sind schon seit Jahren am Start und freuen sich auf die Veranstaltung zwischen Spargel- und Getreideernte. Der Termin im Juni ist ganz bewusst gewählt, damit die Landwirte Zeit haben und teilnehmen können.

„Ich habe schon den ersten Trecker-Treck vor 25 Jahren mit organisiert. Damals haben wir uns im Februar bei Minustemperaturen getroffen“, erinnerte sich Lothar Buchal aus Eddesse, der bei einem Frankreich-Urlaub das erste Mal einen solchen Wettbewerb gesehen hat. Gestern ging er mit einem 21 Jahre alten Fendt 365 GT an den Start. Mit 65 PS und 4730 Kilo einer der kleinsten und leichtesten Maschinen. „Wichtig ist das Frontgewicht. Mit dem Geräteträger kann ich das ganz nach vorne verlagern“, gibt Buchal einen Einblick in seine Strategie.

Mit 8750 Kilo und 180 Pferdestärken bringt der Fendt 718 von Landwirt Carsten Friese schon deutlich mehr Kraft und Gewicht an den Start. „Ich bin schon seit 20 Jahren bei den Wettbewerben dabei und es macht immer wieder Spaß“, freut sich der Zweidorfer. Mit seinem aktuellen Traktor war es gestern allerdings eine Premiere.

Sehr zufrieden mit der Resonanz zeigt sich Thorsten Pitt. Bereits kurz nach dem Start der leichtesten Klasse waren die Zuschauerplätze gut gefüllt. „Wir haben viele Helfer aus den Reihen des Vereins, die für die Organisation und Verpflegung sorgen. Mittlerweile gehört der Trecker-Treck zum Dorfleben einfach dazu, nachmittags kommen viele zum Sonntagskaffee und genießen den Kuchen, den die Vereinsfrauen verkaufen“, sagt er.

Nachwuchssorgen hat der Motorsportclub Wendeburg nicht. Unter den rund 100 Mitgliedern sind auch einige Kinder und Jugendliche, die sich sowohl für den Trecker-Treck als auch für das im Herbst anstehende Stoppelfeldrennen begeistern.

Dr. Nicole Laskowski

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