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Lengede/Vechelde/Wendeburg Lengeder Ausstellung in Hamburg zu sehen
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Lengeder Ausstellung in Hamburg zu sehen
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22:24 28.11.2013
Bei der Ausstellungseröffnung in Hamburg: Der Vorstandsvorsitzenden der RWE Dea AG, Thomas Rappuhn, (Mitte) mit Werner Cleve (links) und Helmut Müller von der Bergbau AG der Ortsheimatpflege Lengede. Quelle: oh

„Die RWE Dea AG ist seit mehr als 110 Jahren auf dem Gebiet der Suche und Förderung von Erdgas und Erdöl tätig und beschäftigt mehr als 1400 Mitarbeiter im In- und Ausland“, sagt der Lengeder Orts-Chronist Werner Cleve, der die Ausstellung in Lengede betreut. „Das Unternehmen hatte wesentlichen Anteil bei der erfolgreichen Bohrung zur Rettung von Bergleuten, die bei dem Grubenunglück 1963 vom Wasser eingeschlossen waren.“ Dea sei bereits einen Tag nach dem Unglück von der Betriebsleitung der Eisenerzgrube Lengede-Broistedt um Hilfe gebeten worden, da nach Einschätzung der Lage nur durch Suchbohrungen eventuell noch Bergleute gefunden und durch Rettungsbohrungen zu Tage geholt werden konnten. „So eilten der Direktor der Bohrbetriebe in Wietze, Rudolf Dittrich, und viele seiner Mitarbeiter, darunter auch Bohrfachleute aus Hamburg, nach Lengede, wo sie mit der Planung und Leitung der Bohraktionen betraut wurden.“

Die Suchbohrungen seien mit Bohrgerät der Firma August Göttker Erben aus Wathlingen und die erfolgreichen Rettungsbohrungen anschließend mit einer Bohranlage der Firma C. Deilmann, Bergbau GmbH aus Bentheim, durchgeführt worden. „So konnten acht Tage nach dem Unglück drei Bergleute aus einer Luftblase bei Barbecke und nach 14 Tagen noch einmal elf Mann aus einem Bruchhohlraum im Alten Mann mit einer Dahlbuschbombe nach über Tage geholt werden. Insgesamt wurden 15 Bohrungen durchgeführt“, erklärt der Lengeder, der nun auch bei der Übergabe von Ausstellungsstücken in Hamburg mit vor Ort war.

Die Ausstellung in Hamburg ist bis zum 12. Dezember in der Hauptverwaltung der RWE Dea AG zu sehen. Die Dauerausstellung im Lengeder Rathaus kann auch weiterhin besichtigt werden.

rd