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Lengede/Vechelde/Wendeburg Landrat pflanzt für den Klimaschutz
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Landrat pflanzt für den Klimaschutz
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11:31 05.05.2009
Anpacken: Landrat Franz Einhaus gerät beim Baumpflanzen mächtig ins Schwitzen. Quelle: im

Wendeburg-Meerdorf. Anzug, Krawatte und festes Schuhwerk. In dieser Montur hat sich Landrat Franz Einhaus (SPD) gestern als Gärtner betätigt und einen Baum auf der Kanalkippe bei Meerdorf gepflanzt. Der Bergahorn steht dabei symbolisch für 35.000 kleinere Bäume, mit der Landkreis Peine eine sechs Hektar große Fläche aufgeforstet hat.
Die Kosten von 40.000 Euro stammen aus einer Erbschaft von Lore Meyer, die der Kommune nach ihrem Tod im Jahr 2004 insgesamt 350. 000 Euro für Aufforstungen im Nordkreis hinterlassen hat. An Fördergeld von der Europäischen Union fließen in einigen Monaten etwa 22.000 Euro zurück auf das Konto mit der Erbschaft. Die Kreisverwaltung hofft, dass das Projekt beispielgebend ist und viele Nachahmer findet.

„Etwa 70 Pozent von Aufforstungen werden über die Europäische Union gefördert“, sagt Landesförster Joachim Hansmann, der gleichzeitig SPD-Ortsbürgermeister von Meerdorf ist. Den Rest müssen die Privatleute tragen und genau diesen Anteil will der Kreis aus der Erbschaft bestreiten. „Hauptsache, wir müssen dafür kein Land erwerben“, sagt Landrat Einhaus, denn das sei bei den Aufforstungen oft das Teuerste.

Der neue Wald auf der Kanalkippe in Hörweite der Autobahn 2 sei auch ein Beitrag für den Klimaschutz. So binden die jungen Bäume in wenigen Jahren so viel Kohlendioxid wie 60 Autos im Jahr produzieren, wenn sie eine durchschnittliche Strecke von 13.000 Kilometer fahren, rechnete Einhaus vor.

Der Landkreis ist wenig bewaldet. Nur auf 8,7 Prozent der Fläche stehen Bäume. In Niedersachsen ist es mehr als doppelt so viel Fläche, in der Bundesrepublik beträgt der Anteil an Wald bezogen auf die Fläche sogar 30 Prozent.

pif

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