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Lengede/Vechelde/Wendeburg Kreisfeuerwehr übte für den Ernstfall in Braunschweig
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Kreisfeuerwehr übte für den Ernstfall in Braunschweig
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20:00 22.10.2018
Bei der Übung galt es erst, Keller auszupumpen. Doch nach einer Explosion waren auch Menschen zu retten. Quelle: Foto: Kreisfeuerwehr Peine
Kreis Peine

Mit folgendem Szenarion musste sich die Kreisfeuerwehr Peine auseinandersetzen:

Nach einem ungewöhnlich heißen und sehr trockenen Sommer ist in der letzten Nacht das Sturmtief „Alex“ über die Region und insbesondere über die Stadt Braunschweig gezogen. Sturmtief „Alex“ hatte örtliche Niederschlagsmengen von 70l/m² in 24 Stunden und Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h. Im Stadtgebiet von Braunschweig ist die Oker an manchen Stellen über die Ufer getreten. Zahlreiche Keller sind vollgelaufen, der Strom im Stadtgebiet ist weitestgehend ausgefallen. Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr der Stadt Braunschweig sind seit mehr als 24 Stunden im Dauereinsatz. Die Stadt Braunschweig hat um Nachbarschaftshilfe gebeten.

Bei der Übung galt es erst, Keller auszupumpen. Doch nach einer Explosion waren auch Menschen zu retten. Quelle: Kreisfeuerwehr Peine

Dieses realistische Szenario bildete die allgemeine Lage für die Bereitschaftsübung der Kreisfeuerwehr Peine. Es übte der Abschnitt Ost, der sich aus den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Edemissen, Vechelde und Wendeburg zusammensetzt; beteiligt waren die Fachzüge Wassertransport, Wasserförderung und Personalreserve sowie der Einsatzleitwagen mit insgesamt circa 130 Kameraden.

Nachdem die Einsatzkräfte sich in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Peine zu einem gemeinsamen Frühstück getroffen hatten, ging es auf in Richtung Braunschweig. Dort wurde zunächst die Aufgabe „Keller auspumpen“ erteilt – der Elektrokeller sollte vorrangig vom Wasser befreit werden, um die Stromversorgung auf dem Gelände der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wieder herzustellen.

Plötzlich gab es eine Explosion und Menschen waren in Gefahr

Plötzlich wurde jedoch eine Explosion im „Notquartier“ gemeldet, in dem sich etwa 20 Mitarbeiter der PTB aufhielten, da nur dort noch die Versorgung mit Notstrom und Wasser sichergestellt war. Somit wechselte die Aufgabe der Einsatzkräfte zu „Menschenrettung und Brandbekämpfung“. Hierzu rüsteten sich Atemschutzgeräteträger und –trägerinnen aus und durchsuchten unter anderem über eine Steckleiter das Gebäude, in dem das „Notquartier“ eingerichtet war. Für die Geretteten wurde ein Verletztensammelplatz eingerichtet, auf dem sie von Rettungskräften des DRK betreut wurden. Die Wasserversorgung für die Brandbekämpfung wurde zunächst mittels Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt, bis Löschwasser über eine lange Wegstrecke von einem Löschteich und einem Hydranten zur Verfügung stand; ein Übergabebehälter für das Löschwasser wurde aufgestellt. Das kontaminierte Löschwasser wurde durch das vorhandene Leistungssystem abgeführt und in einem gepflasterten Becken aufgefangen.

Ziel der Übung war das weitere Kennenlernen innerhalb der Einheiten und die Festigung der Führungsstrukturen der Bereitschaft. Die Übung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen am Übungsort, das vom Versorgungszug des Deutschen Roten Kreuzes gereicht wurde.

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