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„Kampfansage an die dörfliche Gemeinschaft“

Vechelde „Kampfansage an die dörfliche Gemeinschaft“

Erneut versucht die Vechelder CDU, die Gemeinde zu einem Sparkurs zu bewegen. Die Christdemokraten schlagen nun mangels Alternativen vor, freiwillige Leistungen zu kappen. Doch das will die SPD nicht mitmachen.

Vechelde. Sparen ja, aber wo? Eine Grundsatzdebatte ist im Vechelder Rat um den Finanzhaushalt entbrannt. Vor gut einem Monat war bekannt geworden, dass die Gemeinde mit Steuerausfällen von bis zu einer Million Euro rechnen muss. Während die CDU ganz unverblümt ans Eingemachte geht und sogar die Abgabe von Dorfgemeinschaftshäusern ins Spiel bringt, stellt sich die mehrheitlich regierende SPD schützend vor die lange Liste der freiwilligen Ausgaben. Zusammen gerechnet ergeben die darauf vermerkten 40 Posten jährlich knapp 900.000 Euro.

Romec Manns, Vorsitzender der SPD-Fraktion, geht nach den aktuellen Debatten im Finanzausschuss und im Rat mit dem Oppositionschef Uwe Flamm (CDU) hart ins Gericht. „Aus meiner Sicht sind derartige Überlegungen eine Kampfansage an die dörfliche Gemeinschaft.“ Flamm hatte gefordert, alle Ausgaben zu prüfen.

Man müsse sich fragen, erklärte der Christdemokrat, ob jede Feuerwehr in der Gemeinde einen eigenen Schulungsraum, jeder Sportverein einen B-Platz und jeder Ort eine eigene Sporthalle benötige und ob die Bewohner nicht vielleicht die Angebote in den jeweiligen Nachbarorten nutzen könnten. Darüber hinaus brachte Flamm auch die Abgabe von Dorfgemeinschaftshäusern an ihre Nutzer wie Vereine und anderen Gruppen ins Spiel.

„Die SPD-Mehrheit im Rat wird nicht zulassen, dass die öffentliche Infrastruktur in den Ortschaften auf diese Weise zerschlagen wird. Für mich klingt es wie eine Verhöhnung des ehrenamtlichen Engagements unserer Bürger, wenn man zum Beispiel die Bedeutung der Feuerwehr als Kulturträger bedenkt“, sagt Manns.

„Ich frage mich auch wie der Ortsbürgermeister von Vallstedt, Max Haupt, darüber denkt, wenn die CDU vorschlägt, Grün-Weiß Vallstedt könne auch in Sonnenberg trainieren, oder die Feuerwehr Vallstedt bräuchte keine Vergrößerung des Schulungsraumes. Ich fordere Herrn Haupt daher auf, sich deutlich gegen die Pläne seiner Parteifreunde auszusprechen“, sagt Manns.

„Ich frage mich auch, ob Herr Flamm Unterstützung durch Dr. Wolfgang Paul oder Hans-Werner Fechner erfährt, wenn es darum geht, dass nicht jeder Ort eine eigene Sporthalle benötige. Waren Zuschüsse zur Sportheimerweiterung und zur Hallensanierung in Bodenstedt also aus CDU-Sicht ein Fehler? Waren die Zuschüsse der Gemeinde Vechelde zum Neubau der Sporthalle in Wedtlenstedt also ein Fehler?“, fragt Manns, der derzeit kaum Sparpotenzial für die Gemeinde Vechelde sieht.

mic

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