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Lengede/Vechelde/Wendeburg Jenseits der Stille: Mordsmäßiger Lärm
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Jenseits der Stille: Mordsmäßiger Lärm
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20:36 17.08.2009
Das Foto zeigt ein braunes Langohr.
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Lengede-Broistedt. „Übertragen auf die menschliche Wahrnehmung geht es bei den Fledermäusen so zu, als würde man neben einer Flughafen-Startbahn wohnen“, sagt Fledermaus-Experte Harald Mix. „Zum Glück nimmt der Mensch aus der Summe der Töne nur einen Bruchteil wahr“, erklärt der Broistedter. Die akustische Welt der pelzigen Fledertierchen beginnt da, wo das Hören für den Menschen aufhört: „Der Mensch kann bestenfalls bis 18 Kilohertz hören. Die Fledermäuse sind im Bereich von 20 bis 120 Kilohertz unterwegs. Das ist der schrillste Schrei, den ein Mensch noch hören kann, mit zehn multipliziert. Kreischendes Metall ist dagegen symphonisch.“

Ultraschall, laut wie Explosionen

Harald Mix ist der einzige Fledermausbeauftragte für die Region Wolfenbüttel, Peine, Salzgitter. „Seit gut 30 Jahren gibt es eine UN-Charta zum Schutz der Fledermäuse. Die Bundesregierung delegierte die Schutzverpflichtung an die Länder. Diese organisierten für jeden Landkreis einen Beauftragten. Mix macht den Job seit fast 30 Jahren. Immerhin, in Niedersachsen gibt es 18 Fledermausarten. Weltweit übrigens 2600. „Der Bestand in Deutschland ist aber kritisch“, erklärt er.

Seinen Job erledigt der Finanzbeamte ehrenamtlich. Steht zum Beispiel der Abriss oder die Renovierung eines öffentlichen Gebäudes an, überprüft Mix das Objekt zunächst. „Bei Tage schaue ich nach Spuren, die auf den Fledermausbesatz hindeuten: Kotspuren. Fledermäuse sind saubere Tiere. Ihren Kot lassen sie außerhalb ihres Quartiers.“ In der Nacht kommt Mix dann mit seinem Fledermausdetektor zurück. Das Gerät teilt die unhörbaren Frequenzen der Fledermäuse durch zehn: „Aus 100 Kilohertz werden dann zehn. Weil man aber nur jede zehnte Schwingung hört, klingt das wie ein Maschinengewehr-Geknatter.“

Profis wie Mix erkennen am Geknatter schon, um welche Fledermausart es sich handelt und ob sie gerade auf der Jagd ist. „Die unterschiedlich großen Arten jagen in verschiedenen Höhen. Es gibt die Wasserfledermaus, darüber jagt die Mückenfledermaus, deren Körper kaum drei Zentimeter lang ist, schließlich die Breitflügelmaus und dann der große Abendsegler.“ Der Abendsegler mit seiner Körperlänge von acht Zentimeter und maximal 40 Zentimeter Spannweite stoße bei der Jagd seltsame dumpfe Knallgeräusche aus, die sich über den Detektor wie Explosionen anhören. „Warum er das tut ist unklar. Vielleicht möchte er andere Fledermäuse übertönen, vielleicht dient es der Ortung oder auch der Betäubung des angepeilten Insekts“, sagt Mix achselzuckend. Fledermäuse schnappen nachtaktive Falter. Viele davon sind Waldschädlinge, deren Larven Bäume zerstören können.

Björn Wulfes

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