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Innen Toskana, außen Versailles

Wendeburg Innen Toskana, außen Versailles

Mit viel Liebe zum Detail hat Walter Heine sein insgesamt 1500 Quadratmeter großes Gartenreich angelegt. Am 30. August präsentiert der Wendeburger die Anlage erstmals bei der Offenen Pforte der Öffentlichkeit.

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Dahlien und Rosen gedeihen prächtig in Walter Heines Garten. Am 30. August kann die Anlage bei der Offenen Pforte besichtigt werden.

Quelle: web

Wendeburg . Säulen, Statuen, Laubengänge und Bögen: Wer Walter Heines Haus betritt, fühlt sich wie in der Toskana. Denn der Wendeburger hat seinen Innenhof als Atrium mit Teich, Rasenfläche und Buchsbaumhecken gestaltet.

„Dieser Garten wurde 1963 angelegt, als die Gebäude bereits standen“, erzählt der 81-jährige pensionierte Architekt. Vor etwa 15 Jahren entschloss er sich, den Innenhof zu sanieren und tauschte Waschbetonplatten gegen Fliesen, zog Säulen ein und dekorierte das Ganze mit Skulpturen. „Das war einfach nicht mehr zeitgemäß“, begründet der bekennende Toskana-Fan die Umgestaltung.

Der weit aufwendigere und größere Umbau befindet sich hinter dem Haus. Aus einem Tennisplatz hat Heine eine grüne Oase gemacht. „1979 habe ich dort einen Tennisplatz angelegt“, erzählt er. „Damals gab es mit Boris Becker und Steffi Graf einen Tennis-Boom.“

Gegen Bezahlung konnte jeder auf dem Platz Tennis spielen. „Das war der erste Tennisplatz in Wendeburg“, sagt Heine. Sogar aus Peine seien einige Spieler angereist. „Mittlerweile hat sich Tennis überlebt und wir haben aus Altersgründen aufgehört“, sagt Heine. Und so begann er im Frühjahr 2007 auf dem ehemaligen Tennisplatz einen Garten anzulegen.

„Darunter war ein großer Kiesaufbau mit Mineralgemisch und Feinschicht, insgesamt 60 Kubikmeter mussten rausgebaggert werden“, erzählt Heine. Anschließend wurden 60 Kubikmeter Mutterboden aufgebracht. Dann setzte Heine Kantensteine und Heckenbegrenzungen, im Herbst 2007 begann er mit der Bepflanzung. Heute stehen etwa 120 rote, gelbe und orangefarbene Rosen, Hortensien, Dahlien und Hibiskusstauden in voller Blüte. Eingefasst sind sie mit Buchsbaumhecken, dazu gibt es passende Koniferen, Eiben und Kugelakazien, Weinstöcke ranken an der Wand empor. Wasserspiele und Springbrunnen sowie ein Pavillon als Mittelpunkt ergänzen das Bild. Einzig die Putten und Statuen fehlen noch. „Die gehören zu einem richtig schönen Garten dazu“, findet Heine. „Bepflanzung braucht Zeit und immer wieder Veränderung – das geht jedem Gartenbesitzer so.“

Die Unterhaltung des 500 Quadratmeter großen Ziergartens kostet viel Kraft und Zeit. „Das kann man nur machen, wenn man fit ist und nicht mehr arbeiten muss“, bestätigt Heine, der sich bei der Pflege des Gartens Unterstützung holt. Hinzu kommen weitere 500 Quadratmeter Obst- und Hühnergarten. „Wenn ich nicht so viel selbst gemacht hätte, hätte ich so einen Garten nicht finanzieren können“, sagt Heine. Wie viel Geld er investiert hat, weiß er nicht.

Am 30. August präsentiert Walter Heine seine grüne Oase zum ersten Mal bei der Aktion Offene Pforte vom Agenda-21-Büro des Landkreises Peine der Öffentlichkeit. Interessierte haben an diesem Tag Gelegenheit, die Anlage am Hohen Hof 30, in Wendeburg von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Mirja Weber

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