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In der Kutte gegen die hektische Welt

Woltwiesche In der Kutte gegen die hektische Welt

Pater Beda (Stefan Lange, 38 Jahre), Benediktinermönch aus Woltwiesche, hat an den zurückliegenden Sonntagen in den katholischen Kirchen in Ilsede, Steinbrück und Lengede mit zahlreichen Gläubigen seine ersten heiligen Messen im Kreis Peine gefeiert.

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Pater Beda Lange, Mönch und katholischer Priester aus Woltwiesche.

Quelle: privat

Lengede-Woltwiesche. Wohlgenährt, lebensfroh, wortgewaltig und mit typischer Kutte – so stellt man sich einen Mönch vor und Pater Beda kommt diesem Klischee ziemlich nahe. Er liebt ein Glas Wein, lacht auch über sich und die Kirche, predigt wortreich für seine Überzeugung und macht im braunen Kapuzenhabit eine stattliche Figur.

Obwohl er kein Ministrant war, wollte er schon als Lengeder Realschüler Pastor werden, lernte dann aber doch erst Bäcker in Salzgitter, bevor er Novize (Kandidat) im Dominikaner-Kloster in Worms wurde. Nach einem Jahr folgte dann der Besuch des Berufskollegs mit Abschluss Abitur, um dann sein Theologiestudium in Erfurt mit Bravour zu absolvieren. Der Diplom-Theologe ging zu den Benediktinern ins Kloster Ottobeuren/ Allgäu.

„Im Dienst an der Klosterpforte lernte ich die weitläufigen Gebäude und die Lieferanten, Handwerker, Pilger und Gläubige mich kennen“, denkt Pater Beda an seine erste Aufgabe zurück. Ausgeholfen hat er in der inzwischen geschlossenen Klosterbäckerei und auch die Klosterschänke sei jetzt leider verpachtet. Er hat Kirchenführungen geleitet und arbeitet jetzt als Religionslehrer am örtlichen Gymnasium.
Nicht jeder Mönch ist Priester, doch der Woltwiescher wurde beim Pallottinerorden in Augsburg zum Geistlichen ausgebildet. Seine Primiz, die erste selbst gehaltene heilige Messe in der Rokokoabtei der Benediktiner in Ottobeuren, wo er auch heute noch tätig ist, wurde Mitte Juni sogar live im Radio übertragen. Demnächst macht er eine Fortbildung zum Wallfahrtsseelsorger an den berühmten Pilgerorten Altötting und Kevelaer.

„Wenn man Priester haben will, muss man für Nachwuchs beten“, davon ist der Pater überzeugt. Gefördert von Pfarrer Kemming ist Lange seit über 40 Jahren wieder ein Pastor aus Lengede.

Klöster seien Leuchttürme des Glaubens und deshalb dringend notwendige Anlaufstellen für Suchende. So nehmen Manager und Hausfrauen ebenso wie Professoren und Schüler mit religiösen Seminaren im Gästehaus Ottobeuren eine Auszeit von der hektischen Welt.

mic

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