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Im Pappkarton durch die Geschichte

Lengede Im Pappkarton durch die Geschichte

Die PAZ hat den Anstoß gegeben: Die Geschichte der Familie Klages ist seit dem Beginn der Häuserchronik 1767 in Lengede dokumentiert. Nach einem Artikel über den Klages-Hof setzte bei den Nachkommen ein reges Interesse für ihre Familiengeschichte ein. Kopien des Artikels wurden bis nach Krefeld und München geschickt. Jetzt trafen sich die Familienzweige in Lengede.

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Familientreffen in Lengede.

Quelle: wu

Lengede . Die PAZ hat den Anstoß gegeben: Die Geschichte der Familie Klages ist seit dem Beginn der Häuserchronik 1767 in Lengede dokumentiert. Nach einem Artikel über den Klages-Hof setzte bei den Nachkommen ein reges Interesse für ihre Familiengeschichte ein. Kopien des Artikels wurden bis nach Krefeld und München geschickt. Jetzt trafen sich die Familienzweige in Lengede.

Extra aus München angereist ist Ulla Kartascheff. Ihr Opa war August Klages, der als zweitältester Sohn 1857 den Klages‘schen Hof übernommen hatte. Sie entfaltet einen Stammbaum, dessen Wurzeln bis in das 17. Jahrhundert reichen – weit mehr als 100 Namen!

Die Klages hatten stets viele Kinder, die selbst Familien gründeten. Und so sind sich die Teilnehmer des Klages-Familientreffens nicht immer 100-prozentig sicher in Fragen der verstrickten verwandtschaftlichen Beziehungen.

Ein Sohn wurde Ingenieur und war beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals dabei, einer musste nach Amerika fliehen, weil er sich einen üblen Studentenstreich mit einer Professoren-Gattin geleistet hatte. Von einer Mutter der Familie Klages, Ilse Kathrin (1767-1834), weiß die Chronik zu berichten, dass sie während der französischen Besatzung 150 Kilometer mit dem Pferd zu Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte, König von Westphalen, geritten sei, um die Freilassung ihres Mannes, Heinrich Andreas Klages, zu erwirken. Begründung: Der Lengeder Hof wäre nicht alleine zu bewirtschaften. Ihrem Wunsch wurde übrigens stattgegeben.

Organisiert wurde das Familientreffen von Lengedes Dorfchronisten Werner Cleve und Hans Herrmann Lütgering, dem Urenkel von August Klages. Dieser August Klages war der Sohn vom Bauern Christoph Klages, der 1845 die „Notizen aus dem Leben des Ackermanns Christoph Klages“ verfasst hat.

Lütgering hat sogar Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert – auf ausgeschnittenem Packpapier geschrieben. Da ist von Heilmitteln gegen Pocken, blauer Milch oder Gicht zu lesen. Außerdem fand Lütgering ein winziges gebundenes Büchlein – acht mal fünf Zentimeter – von Konradine Hogrefe, das in winziger Schrift vom Verlauf der Ernten, den strengen Wintern erzählt, aber auch den Tod Kaiser Wilhelms 1888 wie auch die elektrische Beleuchtung 1913 nicht unerwähnt lässt. All diese Aufzeichnungen schlummerten seit 1907 in einem uralten Karton aus Presspappe.

Werner Cleve hatte parallel zu Lütgerings humorigen Ausführungen eine Power-Point-Präsentation mit zahlreichen Fotos der Familie Klages vorbereitet. Anschließend ging es zum gemeinsamen Essen und zum Klages-Hof. Einig war man sich, dass man so ein Treffen noch einmal veranstalten möchte.

wu

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