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Lengede/Vechelde/Wendeburg Historische Zuckerfabrik-Lore wird an der Parkstraße aufgestellt
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Historische Zuckerfabrik-Lore wird an der Parkstraße aufgestellt
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08:00 03.10.2014
Zuckerrüben: Sie wurden einst in der Vechelder Zuckerfabrik verarbeitet. Quelle: A

Die Lore stammt aus der 1857 in Vechelde angesiedelten Zuckerfabrik. Sie ist eine von zwei Exemplaren aus dieser Fabrik, die 1983 beim Abbruch der 1958 stillgelegten Zuckerfabriksanlagen von damaligen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, Manfred Rösner und Hartmut Wilhelm, gesichert worden sind. Ein Exemplar wurde technisch überarbeitet dem Berliner Zuckermuseum zur Verfügung gestellt, dessen Leiter in den Jahren 1972 und 1994 Professor Hubert Olbrich war.

Auf ihn ist der Vechelder Bürger Hans-Jürgen Weich aufmerksam geworden - im Zusammenhang mit seinen Recherchen zu der von ihm ausgestatteten Ausstellung mit Gemälden des Voigtholzer Malers Hans Nowak. Auf Initiative Weichs hat die Gemeinde Vechelde nun die Lore wetterbeständig ausarbeiten lassen und wird sie am Standort Parkstraße in der Nähe des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zuckerfabrik, das inzwischen seit Jahrzehnten ein privates Wohnhaus ist, aufstellen lassen. „Laut Auskunft von Herrn Professor Olbrich sind die beiden erwähnten Loren, verwendet zum Transport von Rohzucker, vermutlich die letzten Exemplare dieses Bautyps, die in Deutschland noch existieren“, erklärt Weich.

Die Lore soll an die Industriegeschichte der Gemeinde Vechelde erinnern, als Mitte des 19. Jahrhunderts die Jutespinnerei, eine Konservenfabrik in der Nähe des Bahnhofs und die Vechelder Zuckerfabrik ihre industrielle Produktion aufnahmen.

Die Präsentation der Lore nehmen Professor Olbrich, Hans-Jürgen Weich und Bürgermeister Hartmut Marotz vor.

mir