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Lengede/Vechelde/Wendeburg Hilfe für Helfer im Katastrophengebiet
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Hilfe für Helfer im Katastrophengebiet
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23:30 23.01.2014
Helfer Bernd Gisch (Mitte) erhielt gestern von den Klassensprechern Justin (v.l.), Lara, Jannik und Lena einen Scheck über 1200 Euro. Quelle: web
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In seinem Bilder-Vortrag sprach Gisch, der bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden ist, über seine Erlebnisse während der 16 Tage, die er auf den Philippinen verbracht hatte. Das Humedica-Team arbeitete bis zu 15 Stunden am Tag, um die Verletzten und Obdachlosen zu versorgen. So wurde eine Kirche zunächst zu Unterkunft und Krankenhaus umfunktioniert. Außerdem richteten sich die Helfer eine eigene mobile Klinik ein. „Es war ein großer Aufwand, aber wir haben es gut bewältigt“, so der 52-jährige Vechelder, der bei Volkswagen in Salzgitter im medizinischen Bereich arbeitet.

Später konnte das Team ein Krankenhaus übernehmen, in dem die Ärzte glücklicherweise noch den OP-Bereich nutzen konnten. Im oberen Geschoss wurden für die Patienten zwei Zimmer hergerichtet. Die ursprüngliche Notaufnahme wurde als Apotheke genutzt. Die Ernährung von Kleinkindern, Wundversorgung sowie das Verabreichen von Medikamenten gehörten zur Tagesordnung - bis zu 560 Patienten waren täglich zu versorgen. Abends setzte sich das Team zusammen, um Erfahrungen auszutauschen.

Zu vielen Menschen, die er im Einsatz kennengelernt habe, halte er bis heute Kontakt, sagte Gisch und gab den Schülern mit auf den Weg: „Ehrenamt lohnt sich immer.“

Die Schüler hatten in der Vorweihnachtszeit auf Initiative von Lehrer Steffen Wiegand Spenden für die Taifun-Opfer auf den Philippinen gesammelt. Nach Bekanntgabe von Gischs Zusage war für die Jugendlichen klar, dass der Erlös an Humedica gespendet wird. Insgesamt kamen 1200 Euro zusammen, die die Schüler an den Helfer in Form eines Schecks überreichten.

lig/web

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