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Hans-Werner Fechner (CDU): Schwere Vorwürfe gegen VW-Vorstand

Bodenstedt Hans-Werner Fechner (CDU): Schwere Vorwürfe gegen VW-Vorstand

Mit einem offenen Brief wendete sich Hans-Werner Fechner aus Bodenstedt, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, jetzt an den VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller. Darin geht es um die Folgen des Abgasskandals im Jahr 2015: Fechner wirft dem Vorstand vor, von der „eigenen Verantwortlichkeit abzulenken, um einer Lösung des Problems an der Wurzel ausweichen zu können.“

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Hans-Werner Fechner (CDU) klagt in seinem offenen Brief den VW-Vorstand an.
 

Quelle: Thomas Freiberg

Bodenstedt. „Um das leidige Problem der ,Abgasaffäre’ in den Griff zu bekommen, wird – nach dem halbherzigen und so gut wie wirkungslosen Versuch ein ,Softwareprogramm’ einzusetzen – nach anderen Wegen gesucht“, schreibt Fechner.

Ins Spiel gebracht würden von Müller Begriffe wie „Umtauschprämie für alte Diesel“, „Rabattangebote beim Wechsel vom Diesel zum E-Auto“ und neuerdings auch der Vorschlag, Steuervorteile für Dieselfahrzeuge abzuschaffen. Fechner habe den Eindruck, dass dies von der eigenen Schuld der Verantwortlichen bei VW ablenken soll.

Durch die Dieselbelastungen betroffene Interessenvertretungen wie Gemeinden und Städte, Naturschutzverbände, Gesundheitsämter und wissenschaftliche Studien würden vom VW-Vorstand benutzt und als Beweis für die entsprechenden Vorschläge angeführt, „ohne die erforderliche Veränderung der eigentlichen Ursache, die sicher nicht kostenlose Verbesserung des Dieselmotors, ins Auge zu fassen“, so Fechner.

Seiner Ansicht nach hätte die „gerichtlich schweigende Pkw-Dieselmehrheit“ abgewartet, da sie davon ausgegangen sei, dass VW nach dem Abgasskandal „kaufmännisch korrekt und kundenbezogen zügig an einer fairen und werbewirksamen Aufarbeitung interessiert sein müsste und umgehend entsprechend reagieren würde“.

Mit entsprechenden Reaktionen hätten sich die Diesel-Fahrer, zu denen Fechner selbst zählt, zurückgehalten, da sie sich den vielen unbescholtenen VW-Mitarbeitern verpflichtet fühlen würden. „Wir sind nicht für die Versäumnisse der Automobilhersteller verantwortlich, lassen uns auch nicht dadurch ablenken, dass andere Bereiche für zuständig erklärt werden oder wir aus unserer Tasche Kosten für das vorsätzliche Versagen des VW-Konzerns übernehmen“, schreibt Fechner.

Die Eigentümer von VW-Diesel-Pkw hätten lange genug vergeblich auf eine kostenlose, aber greifende Lösung gewartet.

Nun müsse VW verstärkt mit gerichtlichen Reaktionen oder späteren Kaufreaktionen, die nicht VW zulaufen, rechnen.

Von Dennis Nobbe

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