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Lengede/Vechelde/Wendeburg Hans-Peter Bolm scheidet aus aktivem Dienst aus
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Hans-Peter Bolm scheidet aus aktivem Dienst aus
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00:19 16.04.2019
Die große Feuerwehr-Leidenschaft von Hans-Peter Bolm ist nicht zu übersehen. Quelle: Antje Ehlers
Lengede

„So ganz ohne geht es nicht“, sagt Hans-Peter-Bolm und meint damit „seine“ Feuerwehr. Gut 50 Jahre war er für die Feuerwehr Lengede im Einsatz, zum 1. April ist er aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und erhielt zum Dank für sein jahrzehntelanges Engagement von Lengedes Bürgermeisterin Maren Wegener (SPD) die Ehrengemeindebrandmeister-Würde. Auch weiterhin bleibt Bolm der Feuerwehr treu.

Alles begann mit der Musik

„Begonnen hat alles, als ich etwa zehn Jahre alt war und meine Freunde im Musikzug der Feuerwehr Woltwiesche mitgespielt haben. Da bin ich einfach mal mitgegangen. Es war dann selbstverständlich, mit 16 Jahren bei den Aktiven vorbeizugucken. Als ich dann die Kameraden beim Brandeinsatz beobachtet habe, stand für mich der Entschluss fest: Ich muss einfach helfen“, erzählt Bolm. Im Laufe der Jahre gab es für den leidenschaftlichen Feuerwehrmann so gut wie kein Amt, das er nicht innehatte.

Mit Jugendfeuerwehrwart, Sicherheitsbeauftragter, Gemeindebrandmeister von Lengede und schließlich Abschnittsleiter West sind nur einige Ämter genannt, die Bolm im Laufe seines aktives Dienstes ausgeübt hat. Hinzu kamen Tätigkeiten in der Kreisfeuerwehr, wie zum Beispiel im Aufbau des Katastrophenschutzes, die Bildung von Fachzügen wie den ABC-Zug oder die Technische Einsatzleitung.

Führungsaufgaben auf höherer Ebene

Auch gesundheitliche Rückschläge brachten den Lengeder nicht dazu, in Sachen Feuerwehr kürzer zu treten – im Gegenteil: Er besuchte zahlreiche Fortbildungen, auch auf Landes- und Bundesebene, und übernahm Führungsaufgaben auch auf höherer Ebene. So ist Bolm zum Beispiel für das Archiv des Landesfeuerwehrverbandes tätig und möchte dies auch weiterhin bleiben, seine Kompetenz sei weithin gefragt.

Er liebe das Gradlinige, sagt Hans-Peter Bolm von sich selbst, auch wenn das nicht immer Freunde mache. Allerdings sei er auch offen und immer bestrebt, sein Umfeld in seine Arbeit mit einzubeziehen. „Nur so können wir Wissen und Fähigkeiten an den Nachwuchs weitergeben“, ist er sich sicher.

Nachwuchs liegt Bolm am Herzen

Überhaupt liegt Bolm der Nachwuchs sehr am Herzen. Künftig werde er weiterhin Veranstaltungen der Jugendfeuerwehren besuchen – auch, um die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit von Alt und Jung zu unterstreichen. Dass immer mehr Frauen in die Freiwilligen Feuerwehren, auch in Führungsebenen, zu finden sind, begrüßt er ebenfalls.

Auch wenn zukünftig die Feuerwehr immer noch einen großen Teil seines Lebens einnehmen wird, möchte sich der gelernte Schlosser und VW-Arbeiter ein wenig mehr auf sein Privatleben konzentrieren. Seit vielen Jahren reist er mit seiner Frau per Wohnmobil durch Deutschland, besonders an die Küsten und in die Heide zieht es die beiden. Mit dabei ist auch ein Tandem, mittlerweile mit elektronischer Unterstützung, für das Bolms eine besondere Begeisterung entwickelt haben. Außerdem gebe es viele große und kleine Freunde im Dorf, mit denen man regelmäßig den Kontakt pflege.

Doch mit einem dürfen die Feuerwehr-Aktiven rechnen: Sollte es irgendwo Unstimmigkeiten geben, werde Bolm sich einmischen und für Klärung sorgen wollen, verspricht er. „Schließlich ist es mir immer um die Sache gegangen“, sagt er abschließend.

Von Antje Ehlers

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