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Lengede/Vechelde/Wendeburg Grubenunglück: Retter Helmuth Sumpf ist gestorben
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Grubenunglück: Retter Helmuth Sumpf ist gestorben
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20:15 12.01.2015
Helmuth Sumpf (Zweiter von links) mit anderen Experten bei einem WDR-Fernsehgespräch im Jahr 1963. Zu sehen sind außerdem (von links) Eduard Morsblech (Verantwortlicher für den Einsatz der Dahlbuschbombe), Rudolf Dittrich (Koordinator für die Bohrtechnik), Hans Schmidt (Verantwortlicher für die Rettungsbohrungen) und WDR-Redakteur Helmy. Quelle: dpa
Lengede

„Zur Zeit des Grubenunglücks war Helmuth Sumpf Bohrbetriebsleiter bei der Firma August Göttker in Wathlingen bei Celle. Die Firma war damals mit 160 Bohrgeräten weltweit im Einsatz“, erläutert der Lengeder Ortschronist Werner Cleve.

Das Lengeder Unglück hatte sich im Jahr 1963 gegen 20 Uhr ereignet. Ein Klärteich brach nach unten durch und etwa 475 000 Kubikmeter Wasser und Schlamm stürzten in das Grubengebäude, wo 129 Männer arbeiteten.

„In der Nacht um 1.30 Uhr erhielt Helmuth Sumpf einen Anruf von Oberbergrat Addix vom Bergamt Hannover, der um bohrtechnische Hilfe für eventuelle Bohrarbeiten in Lengede bat“, erzählt Cleve. „Am frühen Morgen war die Firma Göttker schon vor Ort und bohrbereit. In den nächsten 14 Tagen wurden unter der Leitung von Helmuth Sumpf insgesamt zehn Suchbohrungen niedergebracht. Dabei wurden am 25 Oktober sieben, am 27. Oktober drei und am 3. November elf Männer lebend gefunden und später gerettet.“

Helmuth Sumpf starb am 15. Dezember 2014, er wurde 93 Jahre alt. „Bis zu seinem Tode war Sumpf noch beratend für bohrtechnische Arbeiten tätig“, sagt Cleve. „Sein größtes Erlebnis war Lengede - das Thema begleitete ihn sein ganzes Leben.“

Rückblick: Am 24. Oktober 1963 ereignete sich das schwere Grubenunglück, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen. Die Rettung von elf verschütteten Bergleuten nach 14 Tagen ist als „Wunder von Lengede“ in die Geschichte eingegangen. Die Männer hatten sich in einen stillgelegten Stollen gerettet - den sogenannten Alten Mann.

mu

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