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Größtes Solarkraftwerk Niedersachsens in Wierthe

Vechelde-Wierthe Größtes Solarkraftwerk Niedersachsens in Wierthe

Lange war das Projekt geheim, jetzt ist es raus: In Wierthe bei Vechelde entsteht das größte Sonnenkraftwerk Niedersachsens. Mit einer Leistung von 1,2 Megawatt, die von 5500 Kollektoren auf einer Fläche von vier Hektar erzeugt werden, kann das „Kraftfeld Vechelde“ etwa 300 Haushalte mit Strom versorgen. Geistiger Vater des Projekts ist Frank Ziegeler, der auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände etwa 3,5 Millionen Euro investieren will.

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Kraftfeld Vechelde: Diesen Namen soll der Solarpark in Wierthe tragen. Das Foto zeigt (von links) Jörg Egert (Nordzucker), Matthias Adamski (Wito), Iris Flenker (Kraftfeld-Projektleiterin), Frank Ziegeler (Geschäftsführer Ziegeler Solar + Haustechnik), Bürgermeister Hartmut Marotz, Bauamtleiter Ralf Werner und Professor Nasir El Bassam.

Quelle: cb

Vechelde-Wierthe . Es war wohl sowas wie ein Geistesblitz. Beim Autofahren zwischen Alvesse und seinem Wohnort Wierthe fragte sich Frank Ziegeler, Geschäftsführer der in Vechelde ansässigen Firma Ziegeler Solar- und Haustechnik, wie man das Brachgelände von Nordzucker nutzen könnte. Dabei kam dem 37-Jährigen die Idee, einen Solarpark zu bauen. Ziegeler kaufte Nordzucker das insgesamt 60 Hektar große Gelände ab. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart „Früher wurden hier Rüben zu Zucker verarbeitet, wir verarbeiten Sonnenlicht zu Strom, damit knüpfen wir gewissermaßen an die Tradition der Energieerzeugung an“, sagt Ziegeler, dessen Pläne noch weiter gehen. Denn neben Strom soll auch Wärme bereit gestellt werden.

In dem ehemaligen Verwaltungsgebäude von Nordzucker plant Ziegeler darüber hinaus eine Art Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien, in dem sich auch andere Firmen ansiedeln können. „Wir wollen Bildung und Ausbildung anbieten und denken auch an internationale Austausche“, sagt Ziegeler, der dabei eng mit dem Wissenschaftler Professor Nasir El Bassam aus Vechelde zusammen arbeitet. El Bassam ist einer der Planer des internationalen Desertec-Projekts (Solar-Stromerzeugung in der Sahara).

Finanziert werden soll das Kraftfeld Vechelde über Eigenkapital, Kredit und EU-Fördergeld. Ziegeler kann mit gut einer halben Million Euro aus Brüssel rechnen, sofern sich die Gemeinde Vechelde daran zur Hälfte beteiligt. Diese hat bereits fest zugesagt. Für die Beantragung des EU-Geldes ist die Wirtschaftsfördergesellschaft Wito des Landkreises Peine zuständig. Deren Unternehmensberater Matthias Adamski bestätigt, dass derartige Projekte mit 15 Prozent der Investitionssumme förderfähig sind.

„Was sie unternehmen ist zukunftsweisend“, sagte der Vechelder Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) gestern bei der Vorstellung des Projekts. „Wir sind stolz, dass sie mit ihrem Bürger-offenen Projekt in unserer Gemeinde etwas bewegen.“ Die Verwaltung habe bereits eine Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege geleitet, im nächsten Schritt müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden, erläutert Marotz die planerischen Grundlagen.

Die Bauarbeiten am Kraftfeld Vechelde laufen bereits auf Hochtouren. Fünf Arbeitsplätze sollen dort entstehen, vier gibt es bereits. Derzeit wird auf dem Flachdach der Werkshallen eine so genannte Aufdach-Solaranlage zur Sicherung des Eigenbedarfs und zur Einspeisung ins Stromnetz installiert. Derzeit gibt es 43,01 Cent pro Kilowattstunde. Die Aufdach-Anlage soll noch im Herbst, das Kraftfeld spätestens Anfang nächsten Jahres ans Netz gehen.

Michael Lieb

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