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Gesamtschule: ganz knappes Ding

Lengede Gesamtschule: ganz knappes Ding


Das vorläufige Ergebnis ist knapp, ganz knapp. Damit eine Gesamtschule in Lengede genehmigt werden kann, fehlen offenbar noch Dafür-Stimmen aus der Elternbefragung des Landkreises. Knapp wird auch die Zeit, da am Dienstag Einsendeschluss für die Bögen ist. Einen Rettungsanker will nun die Gemeinde Lengede mit einer zusätzlichen Befragung auswerfen.

Lengede. Die Chancen für eine Gesamtschule in Lengede stehen nicht schlecht. Nach Informationen der PAZ gibt es allerdings erst annähernd die Anzahl an Eltern-Fragebögen-Rückläufern mit einem Kreuz bei „Integrierte Gesamtschule“, die für eine Genehmigung durch die Landesschulbehörde erforderlich ist. Befragt wurden die Eltern von Schülern der ersten drei Schuljahrgänge. Bei diesen sei die erforderliche 130er-Marke bereits überschritten. Im Gegensatz zum Vorschuljahrgang. Hier fehlen anscheinend noch einige Stimmen.
Abgegeben werden können die Fragebögen noch bis kommenden Dienstag. Der Landkreise Peine hatte diese Ende April an insgesamt 2400 Familien verschickt, die im angenommenen Einzugsgebiet der geplanten Gesamtschule leben. Dieser umfasst die Gemeinden Lengede, Ilsede, Lahstedt, Vechelde und Wendeburg. Geantwortet hätten bislang knapp 1000 Familien, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen.

Zurzeit plant die Gemeinde Lengede eine zusätzliche Befragung. Laut Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) sollen die Eltern der Zwei-, Drei- und Vierjährigen angeschrieben werden. Ziel sei es, ein vollständiges Stimmungsbild zu erstellen. Einige Eltern von Kindergartenkindern hätten sich von der Gemeinde zudem gewünscht, in die Entscheidungsfindung einbezogen zu werden.
„Hier geht es um eine ergänzende Abfrage, die zeigen soll, dass der Bedarf an einer Gesamtschule langfristig gegeben ist“, sagt Baas. Kritik übt er erneut am Fragebogen des Kreises. Auf diesem können Eltern ihr Kreuz bei der Gesamtschule, der Hauptschule, der Realschule oder beim Gymnasium machen. Baas hält es aber für sinnvoller die Eltern nur zwischen Gesamtschule und einer der drei Schulformen des dreigliedrigen Schulsystems wählen zu lassen.

Auf dem Fragebogen der Gemeinde gibt es deshalb nur zwei Auswahlmöglichkeiten. Entweder Gesamtschule oder dreigliedriges Schulsystem, egal ob Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. „Viele Eltern von Kleinkindern wissen doch heute noch nicht, auf welche Schule sie ihr Kind später schicken werden“, begründet der Lengeder Verwaltungschef. Die Fragebögen sollen am kommenden Montag verschickt werden, sollen also spätesten am Dienstag in den Briefkästen sein.

Als störend empfindet Baas, dass die Gemeinden im Kreis Peine, die als Gesamtschul-Standort in Frage kommen, seiner Meinung nach versuchten, sich gegenseitig auszuspielen. „Ich möchte klarstellen, dass meine Bemühungen nicht gegen andere gehen“, sagt er.
Selbst wenn das aktuelle Zwischenergebnis auch das Endergebnis sein sollte, ist die Gesamtschule in Lengede auf einem guten Weg. Denn die Befragung der Eltern von Vorschulkindern ist nicht vorgeschrieben. Allerdings kann die Landesschulbehörde mit diesem Ergebnis die Genehmigung der Gesamtschule in Lengede auch ablehnen.

Offiziell werden die Zahlen aus dem Kreishaus nicht bestätigt. Erster Kreisrat Henning Heiß sagt auf Anfrage der PAZ, dass ihm kein Zwischenergebnis der Umfrage vorliegt. Er sei auch gar nicht neugierig auf das Ergebnis, aber sehr optimistisch, dass die Gesamtschule nach Lengede kommen werde.

Kritik gab es unterdessen vom Kreiselternrat an der Kreisverwaltung. „Wir sollten direkt benachrichtigt werden, wann die Eltern-Informationsabende in Lengede stattfinden“, sagt Vorsitzender Bernd Beckhausen. Dies sei für den ersten Abend nicht geschehen, was schade sei, denn so konnte das Elterngremium keine Werbung für die Veranstaltung machen, bei der nur 35 Eltern da waren.

Michael Lieb und Thorsten Pifan

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