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Lengede/Vechelde/Wendeburg Geisterfabrik, Jugendtreff, Mülldeponie
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Geisterfabrik, Jugendtreff, Mülldeponie
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23:00 30.09.2009
Der 1,80 Meter hohe Zaun sichert nur die Straßenseite der Hansen Werke ab. Quelle: mic
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Lengede-Woltwiesche. Gespenstisch wirkt die Industrie-Ruine auf der Anhöhe zwischen Woltwiesche und Barbecke. Bei Wind klappern lose Dachlatten, quietschen verrostete Stahltüren, aus den eingeworfenen Fensterscheiben drohen Glasscherben herunter zu fallen. Vor mehr als 40 Jahren wurden die Hansen-Werke geschlossen. Und fast genauso lange gibt es die Diskussion um die Absicherung oder den Abriss der ehemaligen Kreide-Fabrik. Die Besitzer, die in Süddeutschland und den USA leben, sind im Februar mit einer Frist bis Anfang März vom Landkreis Peine aufgefordert worden, das Gelände abzusichern. Das ist jedoch nur teilweise geschehen.

An der zur Landesstraße 619 gelegenen Seite ist zwar wie von der Bauaufsichtsbehörde gefordert ein 1,80 Meter hoher Zaun aufgestellt worden. Doch dieser wird kaum jemanden der auf das Gelände will, davon abhalten. Denn von den umliegenden Feldwegen aus ist es weiterhin frei zugänglich. Nicht nachgekommen sind die Erben des Kreidefabrikanten Otto Hansen der Aufforderung, im nördlichen und östlichen Grundstücksbereich sowie am dortigen Wirtschaftsweg im Abstand von 50 Metern Warnschilder aufzustellen, die auf die Lebensgefahr an den Absturzkanten zu den dortigen Gruben hinweisen. Darüber hinaus sollten sämtliche Fenster, Türen und Öffnungen an den Gebäuden verschlossen werden. Auch das ist nicht geschehen.

Offenbar sind zwei der Nebengebäude mittlerweile von Jugendlichen in Beschlag genommen worden. In einer Hütte stehen ein Kühlschrank und Sofas, auf denen saubere Decken liegen, in einem anderen Raum liegen Matratzen, an den Wänden prangen Anarchie-Zeichen und Graffiti. Vor dem Gebäude sind Reste einer Feuerstelle zu erkennen. Ein paar Meter weiter befindet sich ein riesiger Haufen Müll und Schrott. In dem teilweise meterhohen Gras sind längst kleine Trampelpfade entstanden, die davon zeugen, dass das Gelände regelmäßig besucht wird, von wem auch immer.

Als einen „Witz“ bezeichnet der Lengeder CDU-Fraktionschef Michael Kramer die einseitige Einzäunung des Areals. „Das macht ja gar keinen Sinn.“ Landkreis-Pressesprecher Henrik Kühn erklärte gestern auf PAZ-Anfrage: „Der Zaun sollte und konnte aus baurechtlichen Erwägungen nur an der Straßenseite gezogen werden. Für die anderen Stellen besteht eine privatrechtliche Verkehrssicherungspflicht, die vom Eigentümer/Nutzer wahrzunehmen ist. Hier besteht keine Möglichkeit der baurechtlichen Einflussnahme. Die erreichbaren Gebäudeöffnungen der vorhandenen baulichen Anlagen wurden allesamt verschlossen, so dass hier ein Betreten nicht mehr möglich ist.“ Vor Ort stellt sich allerdings ein anderes Bild dar…

Michael Lieb

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