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Galerist schenkt Gemeinde Bild von Anna Löhr

Vechelde Galerist schenkt Gemeinde Bild von Anna Löhr

Vechelde. Eine Landschaft am Zisterzienserkloster Riddagshausen zeigt das Bild von Anna Löhr, das Galerist Dieter Marquardt gestern offiziell der Gemeinde Vechelde vermacht hat. Die Künstlerin hat die letzten Monate ihres Lebens in Vechelade verbracht.

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Galerist Dieter Marquardt (von links), Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) und Ortsheimatpfleger Bernhard Wolters präsentierten das Bild von Anna Löhr.

Quelle: web

„Anna Löhr gehört zu den bekannten und zeitlosen Braunschweiger Malern, die die Nachkriegszeit überdauert haben“, sagte Dieter Marquardt anlässlich der Übergabe im Vechelder Rathaus. Der 70-Jährige, der 33 Ausstellungen in der Vechelder Remise, zuletzt im Jahr 2010 organisierte, will seine Galerie altersbedingt zum Ende des Jahres auflösen. Seinen Bilderbestand hat er in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich von 600 auf 200 reduziert. „Es war schwer, sich davon zu trennen, etliche haben einen Stellenwert in meinem Herzen“, so Marquardt.

Das 80 mal 100 Zentimeter große Ölgemälde von Anna Löhr, das in den 1940er-Jahren entstand und dem Naturalismus zugerechnet werden kann, hat er von einer Industriellenfamilie in Braunschweig gekauft, die dort eine Konservenfabrik besaß. Seit etwa zehn Jahren befindet es sich in seinem Besitz.

Doch wer war Anna Löhr? Bernhard Wolters, Ortsheimatpfleger von Vechelde/Vechelade, hat sich - angeregt durch Peter Dietrichs aus Harxbüttel, der sich auf der Suche nach der Sterbeurkunde von Anna Löhr an ihn wandte - mit ihrer Biografie befasst (siehe Hintergrund).

Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) bedankte sich für das Bild: „Es ist eine gute Ergänzung der Malereiarbeiten von Vechelder Künstlern im Rathaus.“ Auch einen Platz hat der Verwaltungschef schon ausgesucht: Das Bild soll im Vorzimmer des Sitzungsraums aufgehängt werden. Und auch über eine gemeinsame, abschließende Weihnachtsausstellung von Gemeinde und Galerist hat der Bürgermeister bereits nachgedacht.

web

Die Malerin Anna Löhr (1870-1955)

Dorothee Wilhelmine Anna Löhr wurde am 10. Februar 1870 in Braunschweig geboren. Dort besuchte sie die Kunstgewerbeschule. „Es war damals außergewöhnlich, wenn Frauen den Beruf der Malerin ergriffen“, schilderte Ortsheimatpfleger Bernhard Wolters.

Schulen für künstlerisch begabte Frauen waren damals selten, die erste Zeichenschule für Frauen wurde 1867 in Berlin gegründet. Anna Löhr besuchte Malerinnenschulen in Karlsruhe und München. Ihre Arbeiten, in denen sie das alte, im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstörte Braunschweig festgehalten hat, fanden auch über die Stadt hinaus Beachtung. Allerdings wurde fast ihr gesamtes Werk im Oktober 1944 bei einem Luftangriff auf Braunschweig zerstört.

Kurz nach ihrem 85. Geburtstag erlitt Anna Löhr einen Schlaganfall. Einige Wochen später wurde sie in das Alterskrankenhaus Vechelade verlegt. In dem Heim des damaligen Landkreises Braunschweig für pflegebedürftige Menschen starb sie nur wenige Monate später am 19. Mai 1955. Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof in Harxbüttel.

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