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Lengede/Vechelde/Wendeburg Fusion war prägendes Thema bei Festakt
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Fusion war prägendes Thema bei Festakt
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00:16 03.03.2014
„40 Jahre Einheitsgemeinde Vechelde“: 180 Gäste aus Verwaltung, Politik und Ehrenamt feierten gestern Abend im Vechelder Bürgerzentrum. Quelle: im
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Schon draußen ließ sich erahnen, dass drinnen etwas Besonderes stattfinden würde: Stimmungsvoll beleuchte Bäume wiesen den geladenen Gästen den Weg. Lange Festtafeln waren im Saal aufgebaut und draußen im Vorraum wartete ein Büfett. Doch zunächst standen die Reden auf dem Programm, die sich nicht nur um den Zusammenschluss damals, sondern vor allem um eine zukünftige Fusion des Landkreises Peine drehten.

„Das Julius-Spiegelberg-Gymnasium Vechelde ist eine Perle im Standortangebot der Gemeinde Vechelde“, sagte Bürgermeister Hartmut Marotz. „Ob wir es hätten, wenn wir 1974 in die Stadt Braunschweig eingemeindet worden wären, ist fraglich.“ Der Landkreis Peine habe die Gemeinde Vechelde gut aufgestellt, „auch wenn mancher das Kennzeichen nicht leiden kann.“

Als wichtige Weichenstellung bei der Entwicklung der Gemeinde Vechelde nannte er die Umgehungsstraße und dankte deren „Geburtshelfer“ Jürgen Franke aus dem Innenministerium Niedersachsen. „Wir sind gut mit dabei, aber diese Entwicklung ist auch nötig gewesen, damit wir nicht ins Tal geraten“, verwies Marotz auf rund 300 in kürzester Zeit verkaufte Bauplätze in der Gemeinde, den Tag der Braunschweigischen Landschaft, der am 27. Juli in Vechelde stattfindet, sowie die Eröffnung des nach historischen Plänen umgestalteten Vechelder Schlossparkes am 29. Juni, den sich die Gemeinde 330 000 Euro kosten lässt.

Auch Landrat Franz Einhaus ließ es sich nicht nehmen, auf das Thema Fusion einzugehen: „Der Landkreis Peine ist nicht zerteilbar. Die Gemeinde Vechelde und der Landkreis Peine lassen sich nicht auseinander dividieren.“

Dass der seinerzeitige Zusammenschluss die richtige Entscheidung war, hob Matthias Wunderling-Weilbier, Landesbeauftragter für die Region Braunschweig, hervor. Die Gemeinde Vechelde habe eine außerordentlich positive Entwicklung genommen. „Ein Stück Heimat ist entstanden und entwickelt worden“, so Wunderling-Weilbier.

Auch er ging auf das Thema Fusion ein: Angesichts der Herausforderungen, etwa des demografischen Wandels, seien Fusionen zwar kein Allheilmittel, sie könnten aber im Einzelfall ein Instrument sein, kommunale Leistungskraft zu steigern. Dabei habe es sich gezeigt, dass sich die Bevölkerung am ausgeprägtesten mit dem eigenen Dorf identifiziere. „Eher weniger ausgeprägt ist demgegenüber die Identifikation mit dem Landkreis.“ Er wies aber auch darauf hin: „Alle Fusionen, die in den letzten Jahren in Niedersachsen erfolgt sind, wurden von den beteiligten Kommunen selbst initiiert und getragen.“

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Bigband des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums Vechelde unter der Leitung von Christian Beyer, am Flügel die Musikschüler Daniel Geyer und Tsuzumi Namikawa sowie Roland Stengler und das Streichquartett der Kreismusikschule.

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