Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Familie empört: Keine kostenlose Busfahrkarte mehr

Satzung zu Schulbezirken sorgt für Ärger Familie empört: Keine kostenlose Busfahrkarte mehr

Familie Brakmann aus Neubrück kann es nicht fassen: Für ihre zehnjährige Tochter, die das christliche Gymnasium in Meine im Landkreis Gifhorn besucht, erhalten sie keine Erstattung der Kosten für die Schülerbeförderung mehr.

Voriger Artikel
Vechelder fuhr als einer der ersten mit neuer Zugspitzen-Seilbahn
Nächster Artikel
Prügelattacke: Verdächtige noch immer in Haft

Thorsten Brakmann aus Neubrück kann nicht nachvollziehen, dass die Fahrtkosten für seine Tochter vom Landkreis Peine nicht erstattet werden.

Quelle: Thomas Freiberg

Neubrück. „Es gibt keine Schule dieser Art im Landkreis Peine“, erklärt Vater Thorsten Brakmann. Zudem sei das Gymnasium in Meine für sie näher gelegen als das in Vechelde. Jahrelang habe der Landkreis Peine die Fahrtkosten für ihren älteren Sohn, der ebenfalls das Gymnasium in Meine besucht, gezahlt. Erst in diesem Jahr wurde die Satzung zur Schülerbeförderung geändert. Hintergrund dafür ist der Erhalt der kreiseigenen Schulen, wie Peines Kreissprecher Henrik Kühn erklärt.

„Als wir unser Kind an der Schule angemeldet haben, sind wir davon ausgegangen, dass die Regelung auch weiterhin Gültigkeit hat“, sagt Brakmann. Erst im November, als sie die Erstattung der Fahrtkosten für den älteren Sohn vom Landkreis bekamen, erfuhren sie schriftlich von der Änderung.

Für Familie Brakmann ist diese Änderung nicht nachvollziehbar. Sie hat eine besondere Beziehung zur Kirche. Vater Thorsten Brakmann ist im Kirchenvorstand, Tochter Lea-Letizia erblickte „quasi unter dem Kirchturm das Licht der Welt“. Zudem liege die Schule in Meine nur acht Kilometer von ihrem Wohnort entfernt, zum Gymnasium in Vechelde, in dessen Einzugsgebiet die Familie nach den festgelegten Schulbezirken des Landkreises wohnt, seien es 20 Kilometer.

Für Tochter Lea-Letizia bedeute dies um 6.20 Uhr den Bus zu nehmen, anstatt um 7.10 Uhr. „Das ist absolut familienunfreundlich“, so die Eltern.

Und was sie noch mehr wurmt: Die Fahrtkosten seien – egal ob nach Vechelde oder Meine – gleich. Und: Sie seien nicht die einzigen Betroffenen. Es gebe noch drei weitere Kinder im Ort, denen es genauso gehe.

Das sagt der Landkreis

Henrik Kühn, Sprecher des Landkreises Peine, erklärt zu dem Fall: Zwar könnten die Eltern die Schulform wählen – hier das Gymnasium – allerdings sei es von der Gesetzgebung her irrelevant, ob es sich um eine Schule in öffentlicher, privater oder kirchlicher Trägerschaft handele. Werde eine Schule im Gebiet außerhalb des Landkreises Peine gewählt, sei dieser nicht verpflichtet, die Kosten für die Schülerbeförderung zu übernehmen. „Vor allem dann nicht, wenn wir die Schülerbeförderung zu einer anderen Schule der gewählten Schulform gewährleisten“, führt der Kreissprecher aus.

Der Kreistag habe per Satzung Schulbezirke festgelegt. Nach dieser wohne die Familie im Einzugsbereich des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums Vechelde, was für sie als nächste Schule gelte. Darüber hinaus verweist Kühn darauf, dass an jeder Schule Religionsunterricht gewährleistet sei.

Von Mirja Polreich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lengede/Vechelde/Wendeburg
7a85f416-d829-11e7-9deb-d9e101ec633c
Erster Schnee im Peiner Land

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag hatte sich eine dicke Schneedecke über das Peiner Land gelegt. Hier gibt es die besten Schnappschüsse...

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr