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Engel mit Ecken und Kanten

Vernissage Engel mit Ecken und Kanten

Engel, meist gesichtslos und in eckiger Form, häufig auf orangefarbenem Untergrund: „Orange ist meine Lieblingsfarbe“, verrät Christa Meinecke. Die Hobbymalerin aus Bortfeld präsentiert ihre Engel-Bilder derzeit in einer Ausstellung im polnischen Breslau.

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Christa Meinecke (rechts) mit Galeristin Professor Ewa Maria Poradowska-Werszler vor ihren Werken.

Quelle: privat

Wendeburg-Bortfeld . Bereits 2001 hat Meinecke in der Galeria Tkacka Na Jatkach von Professor Ewa Maria Poradowska-Werszler ausgestellt – damals eine bunte Mischung ihrer Werke. Der Kontakt ist zufällig entstanden: „Ich bin von jemandem der gerade erst aus Breslau zurückkam angesprochen worden, ob ich nicht dort ausstellen wolle“, erinnert sich die Bortfelderin. Also nahm sie Kontakt zur Galeristin auf, die zunächst nach Deutschland reiste, um sich von der Qualität der Bilder zu überzeugen. „Bis meine Bilder endlich in Breslau hingen, sind drei Jahre vergangen.“ Der Transport der Leinwände nach Polen „war ein Abenteuer“. „Wir mussten die Bilder verzollen, bei der Industrie- und Handelskammer mehrere Formulare in vielfacher Ausfertigung ausfüllen“, erzählt Meinecke. Sie wurden genauestens überprüft, bevor sie die polnische Grenze überqueren durften.

„Dieses Mal ging das alles viel schneller und einfacher; durch die Europäische Union hat sich viel geändert“, sagt Meinecke. Zum Glück – denn: „Noch mal hätte ich das nicht gemacht“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrem Partner Reinhard Metschulat machte sich Christa Meinecke am Pfingstwochenende auf den Weg ins 540 Kilometer entfernte Breslau – auf der Ladefläche ihres Wagens die 60 mal 60 und 60 mal 80 Zentimeter großen Engel-Bilder in Acryl. Viel Unterstützung erhielt Meinecke von ihrem Mann – und auch die Galeristin kümmerte sich um viele Dinge, denn kurz zuvor hatte sich die Malerin im Urlaub den Fuß gebrochen. Zur Eröffnung der Ausstellung kamen etwa 30 Personen. „Die Galerie war damit voll“, erzählt Meinecke, die überrascht davon war, wie interessiert die Besucher waren. „Ich habe mich mit mindestens zehn Leuten mithilfe der Dolmetscherin unterhalten“, sagt sie. Die Idee zu den Engel-Bildern stammt von einer ihrer Ausstellungen. „Ich habe in einer Kirche ausgestellt, dadurch bin ich auf das Thema gekommen“, erzählt Meinecke. Um eigene „Engel“ zu schaffen, entwarf sie Skizzen und probierte aus. Heraus kamen Engel mit eckigem Kopf und eckigen Flügeln, ohne Gesicht. In den Untergrund arbeitet Meinecke gern Strukturen ein, verwendet Seiden- und Geschenkpapier sowie Reis. Am liebsten malt sie in warmen Farben, hinzu kommt ein wenig blau. Meineckes Bilder stehen zum Verkauf, obwohl es ihr nicht leicht fällt, sie herzugeben. „Jedes Bild ist wie ein Kind“, sagt sie. Die Ausstellung in Breslau geht noch bis zum 23. Juni. Gemeinsam mit der Gruppe „Farbenrausch“ wird Meinecke ab dem 15. Juni im Braunschweiger Verwaltungsgericht ausstellen.

Mirja Weber

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