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Lengede/Vechelde/Wendeburg Ein Kilometer Gleis fehlt noch
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Ein Kilometer Gleis fehlt noch
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06:17 03.06.2012
Projektingenieur Jörg Tollkühn (l.) und Uwe Wolff von der Pressestelle Deutsche Bahn in Groß Gleidingen: Im Hintergrund ist das zweite Gleis zu sehen. Quelle: web
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„Wir liegen im Zeitplan“, sagt Projektingenieur Jörg Tollkühn. Mit dem Verlegen des letzten von insgesamt 34 Kilometern Bahngleisen kann allerdings erst begonnen werden, wenn die alten Obermasten entfernt wurden. „Anschließend beginnen wir mit dem Unterbau, dem sogenannten Erdplanum, und darüber kommt eine Schutzschicht“, erklärt Tollkühn. Diese habe eine Neigung nach außen, damit das Wasser aus dem Schotterbett ablaufen kann. „In dem Schotterbett wird dann das eigentliche Gleis verlegt.“ Das neue Gleis soll bis zum 7. Oktober fertig gestellt sein.

Zudem wird in Groß Gleidingen eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand gebaut. Sie beginnt etwa 200 Meter westlich des Bahnübergangs und endet an der Ladestraße. Abgebrochen wird der Bahnsteig am Empfangsgebäude, das sich heute in Privatbesitz befindet. Bereits fertig gestellt sind die neuen Sicherungsanlagen, die Schranken müssen noch versetzt werden. Während die Stellwerke in Bettmar, Hoheneggelsen, Lengede-Broistedt und Woltwiesche, die vorher örtlich besetzt waren, nun elektronisch von der Betriebszentrale in Hannover gesteuert werden, bleibt in Groß Gleidingen alles beim Alten, erklärt Tollkühn. Dort wird auch weiterhin ein Fahrdienstleiter die Schranken schließen. „Das ist aus finanziellen Gründen so“, erklärt der Projektingenieur. „Und die Sicherheit ist gleich.“

Mit der Fertigstellung des zweiten Gleises sind die Bauarbeiten in Groß Gleidingen noch nicht beendet: „Der Umbau der Oberleitungen wird sich bis Juni 2013 hinziehen“, kündigt Tollkühn an. Unter anderem müsse eine Leitung für die Einspeisung des Stroms eingebaut werden.

Mit dem Ausbau der Strecke wurde im November 2009 begonnen. Sie soll eine bessere Pünktlichkeit und schnellere Nahverkehrsverbindungen gewährleisten. Die Kosten belaufen sich auf rund 140 Millionen Euro.

web

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