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Dreifach-Mordversuch: Täter in Psychiatrie

Broistedt Dreifach-Mordversuch: Täter in Psychiatrie

Überraschendes Urteil: Der wegen versuchten Dreifachmordes angeklagte 26-Jährige, der vor einem Jahr einen Brandsatz in ein Broistedter Wohnhaus geworfen haben soll, muss nicht ins Gefängnis – allerdings auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie.

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Tatort Kinderzimmer: So sah der Raum aus, nachdem der Brandsatz ein Feuer entfacht hatte.

Quelle: archiv

Broistedt . Gestern ist der Prozess um den nächtlichen Brandanschlag auf ein Broistedter Einfamilienhaus zu Ende gegangen. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hildesheim sprach den Angeklagten des dreifachen Mordversuchs und der besonders schweren Brandstiftung schuldig.

Hinter Gitter muss der unter schwerer Schizophrenie leidende 26-Jährige aus Salzgitter dennoch nicht. Stattdessen ordnete das Gericht seine dauerhafte Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Klinik an.

„In Freiheit bliebe der Angeklagte gefährlich für die Allgemeinheit“, begründete der Vorsitzende Richter Ulrich Pohl die Entscheidung. Man müsse damit rechnen, dass der Mann erneut zu unkalkulierbaren Handlungen neige.

Daran, dass der 26-Jährige die Tat begangen hat, gebe es nach der mehrtägigen Verhandlung keine Zweifel, sagte Pohl weiter. Der Mann habe den Anschlag verübt, weil er sich aus nichtigen Gründen an den früher mit ihm befreundeten Hausbesitzern rächen wollte. Dabei habe er schlimme Folgen für das Ehepaar und dessen vierjährigen Sohn in Kauf genommen.

Der Beschuldigte hatte zum Vorwurf der Brandstiftung geschwiegen, allerdings mehrere schwere Sachbeschädigungen eingeräumt. So gab er zu, dass er auf dem Gelände eines Autohauses am Salzgittersee die Scheiben von mehr als 40 Fahrzeugen eingeschlagen hatte, „um Randale zu machen“. Deswegen wurde er gestern auch wegen Sachbeschädigung verurteilt. Außerdem verfügten die Richter den Entzug seines Führerscheins wegen Autofahrens unter Cannabis-Einfluss.

Mit dem Urteil entsprach die Strafkammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Verteidigerin Anke Breuer hatte hingegen erklärt, es gebe „nur Indizien, keine Beweise“. Ihre Forderung, ihr Mandant solle auf freiem Fuß bleiben und sich einer medikamentösen Behandlung unterziehen, lehnte das Gericht ab.

jkr

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