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Drei Jahre Jugendstrafe für 21-jährigen gefordert

Lengeder Serien-Straftäter Drei Jahre Jugendstrafe für 21-jährigen gefordert

Drei Jahre Jugendstrafe hat Staatsanwältin Miriam Schafaczek für einen 21-Jährigen aus Lengede beantragt, der in den Jahren 2014 bis 2016 eine ganze Serie von Straftaten begangen hat.

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Der 21-jährige Angeklagte (links) mit seinem Verteidiger.

Quelle: Wiebke Barth

Lengede/Hildesheim. Als die schwerwiegendste Tat bewertete die Staatsanwältin eine räuberische Erpressung: Der 21-Jährige soll eine Taxifahrerin mit dem Messer bedroht haben, um vorab gezahlte 300 Euro Fahrtgeld zurückzubekommen. Der Angeklagte, der einen großen Teil der Vorwürfe eingeräumt hatte, bestritt diese Tat. Doch „wenn man alle Indizien zusammennimmt, gibt es keinen vernünftigen Zweifel“, so Schafaczek.

Schwerer als andere Vorwürfe wiege auch eine gefährliche Körperverletzung, an der auch ein Onkel des Angeklagten beteiligt gewesen sein soll. Beide sollen auf einen Mann eingetreten haben. Dessen Aussage habe den Vorwurf bestätigt. Da der 21-Jährige das Opfer auch auf den Kopf getreten haben soll, handele es sich um eine gefährliche Körperverletzung mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung.

Hinzu kommen elf Betrugstaten und ein Versuch, zwei Diebstähle und drei Versuche, zwei einfache Körperverletzungen, Bedrohung, Urkundenfälschung, ein Verstoß gegen das Waffengesetz und mehrmals Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Die große Zahl der Taten spreche gegen den Angeklagten, so Schafaczek. Sie bewerte aber strafmildernd, dass der Heranwachsende nicht schon viel früher durch eine Verurteilung die Folgen seiner Taten zu spüren bekommen habe: „Das ist nicht gut gelaufen.“

Vor dem Plädoyer hatte Verteidiger Dr. Nicolas Alexander Frühsorger eine handgeschriebene Erklärung seines Mandanten verlesen. Darin hieß es, er habe die Straftaten unter anderem begangen, um seinem Vater zu imponieren, wolle nun aber auf den richtigen Weg kommen und künftig für Frau und Kind sorgen, anstatt sein Leben im Vollzug zu verbringen. „Ich bin hier erst aufgewacht“, so die Stellungnahme, „ich könnte mich selbst ohrfeigen.“

Das Plädoyer der Verteidigung und die Urteilsverkündung sind für den 28. August geplant. Bereits am 30. August beginnt am Landgericht Hildesheim eine weitere Verhandlung gegen den 21-Jährigen. Dabei geht es um fünf Betrugstaten sowie Brandstiftung: Im März dieses Jahres soll der junge Mann sein Elternhaus in Brand gesteckt haben, damit sein Vater die Versicherungssumme kassieren könnte.

Von Wiebke Barth

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