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Lengede/Vechelde/Wendeburg Drastische Bilder im Lengeder Bürgerhaus
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Drastische Bilder im Lengeder Bürgerhaus
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06:16 14.09.2012
Rund 60 Zuhörer ließen sich im Bürgerhaus über medizinische Themen informieren. Es sprachen Dr. Alexander Gley und Dr. Peter Tarillion. Quelle: sz
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Wenn beim Sport oder sogar schon beim Spazierengehen krampfartige Schmerzen in den Beinen auftreten, ist das oft kein Muskelkater. „Wenn sie immer nach der selben Strecke auftreten und sich bei einer Pause bessern, handelt es sich möglicherweise auch um die Arterielle Verschlusskrankheit (AVK), im Volksmund auch Schaufensterkrankheit genannt“, erklärte Dr. Alexander Gley, Oberarzt in der Klinik für operative und endovasculäre Gefäßchirurgie. „Sie kann zum Absterben einzelner Zehen und zur Amputation führen.“ Anhand von teils drastischen Bildern illustrierte der Arzt die verschiedenen Methoden, nach denen das so genannte Raucherbein auch im fortgeschrittenen Stadium operiert werden kann. „Doch es gibt Vorbeugungsmaßnahmen wie Verzicht aufs Rauchen, Gewichtsabnahme, Kontrolle von Blutfett und -zucker und Bewegung“, betonte Gley.

Ins Innere des Magens führten die Fotos, die Dr. Peter Tarillion mitgebracht hatte. Dazu schilderte der Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin die spektakuläre Entdeckung des Bakteriums Helicobacter Pylori, des wichtigsten Auslösers für Magengeschwüre und in der Folge häufig Krebs. „Die australischen Forscher Barry Marshall und John Robin Warren, die dafür 1995 den Nobelpreis erhielten, haben die Chirurgen um einen Großteil ihrer Arbeit gebracht“, erklärte Tarillion. Dass im sauren Magensaft Bakterien leben können, hatte zuvor niemand für möglich gehalten und Magengeschwüre auf Stress und zuviel Magensäure zurückgeführt. „Heute kann der Helicobacter pylori mit Antibiotika gut bekämpft werden“, erklärte Tarillion.

sz

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