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Lengede/Vechelde/Wendeburg Diskussion über Fusion: „Abspaltung Vecheldes nach Braunschweig möglich“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Diskussion über Fusion: „Abspaltung Vecheldes nach Braunschweig möglich“
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23:30 07.11.2013
Der frühere Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Wendeburg, Otto Pfingsten (Foto), sprach vor zahlreichen Gästen im Bürgerzentrum Vechelde über das Thema Fusion - ebenso der Kommunalrechtsexperte Jürgen Franke. Quelle: ISABELL MASSEL

„Peine hatte nie feste Grenzen“, so Pfingsten. Er führt das Publikum sachlich, aber gewitzt durch die Jahrhunderte der Stadt Peine und des Umlandes: „Die dänische Herrschaft im 16. Jahrhundert war wohl die beste Zeit für die Bevölkerung.“

Franke wagte den Sprung in die Gegenwart. Er beschäftige sich schon lange mit dem Thema Fusion. Bereits in den 1970er-Jahren sei ein Leitbild für niedersächsische Gebiete entwickelt worden, um leistungsstärkere kommunale Einheiten zu schaffen. Demnach solle ein Landkreis mindestens 150 000, Gemeinden mindestens 7000 Einwohner aufweisen können.

20 von 37 niedersächsischen Landkreisen hätten diese Zahl auch bis heute nicht erreicht - und die Bevölkerungszahl sinkt weiter.

Dazu zählt auch der Landkreis Peine. „Für unseren Landkreis ist bis 2031 ein Bevölkerungsrückgang von insgesamt 13 Prozent prognostiziert“, so Franke. Die Gemeinde Vechelde könne sich allerdings über einen Zuwachs in den vergangenen Jahren und wahrscheinlich auch künftig freuen.

Nach einem Gutachten sei der Landkreis für die Zukunft nicht ausreichend gut aufgestellt. „Durch eine Fusion besteht das Potenzial, die Leistungskraft zu stärken“, erklärte Franke. Natürlich bringe eine Fusion sowohl diverse Vor- als auch Nachteile mit sich. Laut Gutachten gebe es beispielsweise die Möglichkeit der Bildung einer Region Braunschweig, bei der einzelne Landkreise aufgelöst würden. Ebenso wäre eine Stärkung durch einen Zweckverband Großraum Braunschweig denkbar, bei dem die Landkreise weiterhin bestünden. Auch können die Landkreise Hildesheim und Peine fusionieren.

Eine Abspaltung der Gemeinde Vechelde nach Braunschweig sei laut Franke theoretisch möglich, wenn alle Beteiligten einverstanden wären. Allerdings beruhe dies auf Spekulationen, da „der Landesgesetzgeber die Entscheidungen treffen wird und dies im Einzelfall geprüft werden müsste“. Den zahlreich erschienenen Bürgern schien dieses Thema besonders am Herzen zu liegen. Sie hoffen, dass es weiterhin Informationsveranstaltungen dieser Art geben wird.

mea