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„Das ist wie ein Tunnel ohne Notausgang!“

Vechelde „Das ist wie ein Tunnel ohne Notausgang!“

Für Gesprächsstoff hat die Umgehungsstraße bereits während der knapp zwei Jahre andauernden Bauarbeiten gesorgt. Mehr Sicherheit, dafür weniger Stau, Lärm und Abgase erhoffte man sich von dem 4,1 Kilometer langen Teilstück.

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Blick auf die kürzlich fertig gestellte Umgehungsstraße. Wie gefährlich ist sie wirklich?

Quelle: cb

Vechelde . Die Eröffnung am vergangenen Donnerstag – vier Monate vor dem geplanten Ende der Bauarbeiten – wurde mit 150 Schaulustigen gefeiert. Doch bereits einige Tage nach dem Fest gab es schlimme Nachrichten: Ein schwerer Unfall am vergangenen Sonntag forderte die Kräfte eines Feuerwehr-Großaufgebots, sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug.

Ein Vechelder äußert nun Kritik an der Umgehungsstraße:

Es gibt keine Fluchtwege, aufgrund der durchgängigen Leitplanken und fehlenden Stand- oder Pannenstreifen – es sei wie ein Tunnel ohne Notausgang.

Es sind nur an Ein- und Ausfahrten Geschwindigkeitsbegrenzungen vorgesehen, auf dem Großteil der Strecke darf jedoch gerast werden. Eine durchgängige Begrenzung und eine damit einhergehende Radarüberwachung sollte eingeführt werden.

Rechtsausfahrspuren sind nicht vorhanden, Abbiegen geht also mit einem Auffahrrisiko einher.

Bei Teil- oder Vollsperrungen wird ein Verkehrschaos riskiert, da es kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Vor allem, wenn der für Lastwagen nicht zu befahrende Bahntunnel fertig gestellt ist.

Im Winter kann Glatteis – begünstigt durch die Aue-Niederungen – zu einer ernsthaften Gefahr werden.

Radfahrer müssen das Verbot beachten und dürfen sich somit niemals auf der Straße aufhalten. Bei dem schweren Unfall am Sonntag war ein Radfahrer indirekt beteiligt.

„Ich spreche stellvertretend für eine Gruppe von Kritikern. Natürlich hat die Umgehungsstraße auch durchaus einen positiven Nutzen, doch aufgrund der erhebliche Sicherheitsmängel sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, sagt der Vechelder Kurt Steffens.

„Schon allein aus einsatztechnischen Gründen sind wir für die Umgehungsstraße. Trotzdem sehen auch wir ein gewisses Gefahrenpotenzial, vor allem im Bereich der Geschwindigkeitsbegrenzungen“, erklärt Daniel Goebel, Pressesprecher der Vechelder Feuerwehr. Vor allem Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer – wie zu schnelles Fahren oder Radfahren auf der Umgehungsstraße – würden das vorhandene Risiko immens steigern.

„Aufmerksames Fahren ist auf dieser Straße sicher unabdingbar, genauso wie das Einhalten geltender Verkehrsregeln. Um andere Gefahren, wie beispielsweise das Glatteis-Risiko, beurteilen zu können, müssen wir jedoch Erfahrungswerte sammeln. Außerdem gibt es für viele der geschilderten Mängel Gegenmaßnahmen“, sagt Hauptkommissar Kurt Lemke von der Vechelder Polizei.

Carolin Marie Merten

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