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Brandanschlag auf Kinderzimmer

Broistedt Brandanschlag auf Kinderzimmer

Dreifacher Mordversuch in Broistedt: Die Peiner Polizei hat einen 26-Jährigen aus Salzgitter als mutmaßlichen Täter festgenommen. Der Mann wird beschuldigt, einen Brandsatz ins Haus der Familie Machate „Am Bahnhof“ geschleudert zu haben – ins Kinderzimmer des vierjährigen Jonas.

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Scheibe eingeschlagen, Brandsatz ins Kinderzimmer geschleudert: Untersuchungen beim niedersächsischen Landeskriminalamt Hannover belegen, dass es sich um Brandbeschleuniger gehandelt hatte. Der Fußboden vor dem Bett des vierjährigen Jonas brannte. Der Vorwurf gegen den mutmaßlichen Täter lautet auf dreifachen versuchten Mord.

Quelle: privat

Lengede-Broistedt. Zugriff im Morgengrauen: Die Peiner Polizei hat am Freitag in Salzgitter-Lebenstedt einen 26-jährigen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen und in die Psychiatrie gebracht. Der Mann hatte nach Ermittlungen der Polizei am Fronleichnam-Tag, 11. Juni, um 4.30 Uhr einen Brandsatz ins Kinderzimmer der Familie Machate geworfen. Marco Machate war durch das Klirren einer Scheibe wach geworden und sofort mit seinem Sohn Jonas und seiner Frau Anja aus dem Haus geflüchtet. Da Zweifel an der geistigen Zurechnungsfähigkeit des Beschuldigten besteht, ist er im Landeskrankenhaus Moringen bei Northeim untergebracht worden.

„Wir haben Riesenglück gehabt“, sagt Anja Machate im PAZ-Gespräch. Die 36-jährige Hausfrau erinnert sich an die Schreckensnacht noch genau: „Wir haben tief geschlafen, zur Sicherheit gibt es in Jonas Zimmer ein Baby-Phone“, sagte sie. Über diese Verbindung, das Elternschlafzimmer befindet sich gleich nebenan, hörte der 36-jährige Brauer Marco Machate das Klirren der Fensterscheibe.

„Er ist sofort aufgesprungen und rüber ins Kinderzimmer“, erzählt immer noch spürbar aufgeregt die Mutter des kleinen Jonas. „Da schlugen schon die Flammen hoch. Mein Mann hat sich den Jungen geschnappt, und wir sind auf den Hof gelaufen. Da waren die Rauchmelder, die wir überall haben, noch gar nicht angesprungen.“ Die alarmierte Feuerwehr war wenig später da und löschte den Brand im Kinderzimmer. „Das ging ganz zackig, der Schaden blieb auf das Kinderzimmer begrenzt.“

Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand, aber der „Himmel“ über Jonas Bettchen war durch die Hitze geschmolzen und tropfte auf die Kissen. „Nicht auszudenken, wenn mein Mann das Baby-Phone nicht gehört hätte“, sagte die Mutter.

Bei den Befragungen durch die Polizei erinnert sich die Familie an einen anonymen Anruf vom März: „Da hat jemand angerufen, viermal hintereinander ,Schweinefamilie‘ gesagt und dann wieder aufgelegt“, sagt Anja Machate. Über den Einzelverbindungs-Nachweis stößt die Polizei auf den 26-Jährigen aus Salzgitter – er war mit der Familie gut bekannt. „2007 sind wir von Lebenstedt nach Broistedt gezogen“, sagt Machate. „Wir hatten nie Streit mit ihm, ich kann nichts Negatives über ihn sagen.“

Bei der Polizei ist der Verhaftete kein Unbekannter: Ebenfalls im Juni hatte er nachts auf dem Gelände des Salzgitteraner Autohauses Födisch die Scheiben von 43 Neu- und Gebrauchtwagen mit einem Baseballschläger zerstört. Die Schadenssumme lag bei etwa 50.000 Euro.

Schon damals hatte die Polizei vermutet, dass der Mann psychisch krank ist und unter dem Einfluss von Drogen stand. Ein Verdacht, der sich bei einer Befragung des Mannes in dessen Wohnung verdichtete: Die Beamten stießen auf eine Plantage mit 27 Marihuana-Pflanzen. Weitere Verfahren sind anhängig.

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